Claudius Spelsberg: „Das ist der Wahnsinn“

Beste Freunde: Claudius Spelsberg aus Volkringhausen (links) und Malte Hellweg aus Affeln.
Beste Freunde: Claudius Spelsberg aus Volkringhausen (links) und Malte Hellweg aus Affeln.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Die Solidarität mit Claudius Spelsberg könnte größer nicht sein.

Volkringhausen..  Denn am Samstagabend strömten 900 Besucher zur Schützenhalle in Volkringhausen, um bei der Benefiz-Veranstaltung dabei zu sein. „Das ist der Wahnsinn. Mit so vielen Leuten habe ich nicht gerechnet. Um so mehr freue ich mich über den Ansturm“, erklärte Claudius Spelsberg, der nach seinem Sturz in einem Pool im Juli 2014 derzeit an den Rollstuhl gefesselt ist, aber am Samstag in der rappelvollen Schützenhalle präsent war.

Im Mittelpunkt zu stehen, das ist nicht sein Ding. Deshalb hat er sich frühzeitig zur Schützenhalle bringen lassen, um nicht die „Parade abnehmen“ zu müssen. Ganz weit hinten saß er mit seinen Freunden am Tisch und erfreute sich erst einmal an der Schützenhalle. „Sie ist sehr schön dekoriert worden. Dafür, aber auch für alles andere möchte ich mich bei allen herzlich bedanken“, sagte Claudius Spielsberg, der sich bis in den frühen Morgen unter den Feiernden aufhielt.

Auf die Frage, ob er nicht müde geworden sei?, antwortete er: „Wenn ich in der Reha bin, dann bleibe ich natürlich nicht so lange wach, aber in der Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich so viele schöne Gespräche geführt, dass ich bis zuletzt keine Müdigkeit verspürt habe“, sagt Claudius Spelsberg, der gestern Morgen schon wieder in der Schützenhalle war, als die vielen freiwilligen Helfer die Spuren der rauschenden Ballnacht beseitigten.

Der junge Mann dankte ebenso wie seine Mutter Michele den Sponsoren, Goldbäckerei Grote und Landmetzgerei Jedowski. sowie den vielen Helferinnen und Helfern. Sie haben alles daran gesetzt, dass die Party nicht nur für die 900 Menschen, sondern auch für Claudius Spelsberg und seine Familie zu einem „unvergesslichen Erlebnis“ wurde.

Tanzfläche mit Gästen jeden Alters

Die Benefiz-Veranstaltung auszurichten, war nach Meinung von Ortsvorsteher Hubertus Schweitzer mit sehr viel Arbeit verbunden für die Dorfvereine. Sie hatten sich vor Wochen unter dem Motto „All for One“ zusammengeschlossen, um zugunsten des Jungschützen zu einer Aprés-Ski-Party einzuladen, die von DJ Tobias Pröpper musikalisch untermalt wurde, und zwar so gut, dass die Tanzfläche den ganzen Abend über von den Gästen jeden Alters belegt war.

Wer gedacht hat, das Event in der Schützenhalle werde nur von jungen Leuten besucht, der sah sich ebenso wie Claudius Spelsberg angenehm überrascht. Von 18 bis 80 Jahre alte Besucher fanden den Weg in die Halle, in der eine großartige Stimmung herrschte, während hinter den Kulissen sehr viel Arbeit zu verrichten war.

Das gilt für die Theken-Teams ebenso wie für die Garderobenfrauen, die so präzise agierten, dass alle Gäste ihre Jacken oder Mäntel wieder mit nach Hause nehmen konnten. „Das ist leider nicht immer so“, erklärte Robin Schulz, Chef der Volkringhauser Jungschützen, der am Samstagabend kurz vor 22 Uhr ins Auto stieg, um noch schnell alkoholische Getränke für die Long-Drink-Bar einzukaufen. „Obwohl ich reichlich eingekauft habe, hat es letztendlich doch nicht gereicht, so groß war die Nachfrage.“