Christliche Werte nicht aus dem Auge verlieren
01.02.2012 | 17:31 Uhr 2012-02-01T17:31:00+0100
Dass die Schließung des St.-Marien-Hospitals nicht mehr aufzuhalten ist, damit müssen die Balver leben – ob sie wollen oder nicht. Denn die katastrophale wirtschaftliche Lage und der Druck der Banken lassen der Gesellschafterversammlung, die am Freitag nächster Woche tagt, keine andere Wahl. Schließlich wollen sie die beiden Krankenhäuser in Iserlohn und Menden vorerst über die Zeit retten.
Womit die Balver allerdings nicht leben wollen, ist das ungeheure Tempo, das von den kirchlichen Gremien bei der Schließung des St.-Marien-Hospitals angeschlagen wird. Diesen Ehrgeiz und diese gewaltige Dynamik hätten sich die Menschen aus der Region von der Geschäftsführung, vom Verwaltungsrat und auch von der Gesellschafterversammlung gewünscht, bevor das St.-Marien-Hospital Balve wie ein Formel-1-Bolide mit 300 km/h ungebremst vor die Mauer gefahren worden ist.
Sollten die Kirchenvorstände aus Iserlohn, Menden und Balve nicht wenigstens jetzt einmal innehalten und sich mit den Menschen beschäftigen, die wegen der Misswirtschaft der Geschäftsführung in den nächsten Tagen ihren Arbeitsplatz verlieren oder von Balve in andere Häuser wechseln müssen?
Ich meine: Ja. Wer über einen langen Zeitraum nach dem Prinzip der „Ruhigen Hand“ allem Anschein nach nicht genau hingesehen hat, wie die Hospitalvereinigung im Märkischen Kreis finanziell ausgeblutet ist, der sollte den Leidtragenden gebührenden Respekt entgegen bringen und sie erst dann verabschieden, wenn sie ausführlich über ihre berufliche Zukunft informiert worden sind. Bisher ist das nicht der Fall.
Denn eins sollten die Herren, die in den Kirchenbänken zumeist ganz vorne sitzen, keineswegs aus den Augen verlieren: Beim Umgang mit den Menschen, die in den nächsten Tagen ihre Kündigung erhalten, dürfen bei all den riesigen finanziellen Problemen der Hospitalvereinigung im Märkischen Kreis die christlichen Werte nicht auch noch auf der Strecke bleiben.
08:16
Und wieder hat Richard Elmerhaus, Rächer der Armen und Waisen, zugeschlagen. Lesen Sie eigentlich ab und an Ihre eigenen Artikel? Ich finde Ihre Berichte so einseitig, dass ich mich in Zukunft weigere auch nur irgendetwas von Ihnen zu lesen. Glauben Sie wirklich, dass es auch nur einen Menschen in der Hospitalvereinigung gibt, dem diese Entscheidung leicht gefallen ist? Wenn man Ihren Kommentar liest, muss man ja glauben, dass es den Entscheidern sogar Spass macht, das Balver Krankenhaus zu schließen. Ich gehe mal davon aus, dass das Tempo, das nun vorgelegt wird, etwas mit der Geringhaltung der Verluste zu tun hat. Und machen wir uns nichts vor: das Balver Krankenhaus macht jeden Tag Verluste. Je eher die Mitarbeiter ihren Dienst in einem der anderen Häuser antreten können, desto eher können Sie vielleicht wieder in eine positive Zukunft schauen und sich um ihre eigentliche Aufgabe kümmern, nämlich die Gesundheit von uns allen. Aber das interessiert Sie, Herr Elmerhaus, anscheinend herzlich wenig. Sie sind einzig und allein damit beschäftigt, Salz in die Wunden zu streuen und dadurch Ihren verbalen Durchfall und Ihr Foto wieder einmal in der Zeitung betrachten zu können. Herzlichen Glückwunsch, Herr Elmerhaus, Sie haben es wieder einmal geschafft.