„Bei solchen Funden allergrößte Vorsicht geboten“

Schwere Unfälle oder Großbrände hat Frank Busche als Feuerwehrmann schon oft erlebt. Eine Weltkriegsgranate, die vom Kampfmittelräumdienst Westfalen-Lippe aus Hagen beseitigt wird, dagegen noch nicht.

1 Was war Ihr erster Gedanke, als Sie die Information erhalten haben: Das könnte eine Granate sein?

Ich habe den Anwohnern sofort gesagt: ‘Bleibt weg’. Im ersten Moment ist man völlig perplex und hofft natürlich, dass nichts Schlimmes passiert, vor allem, wenn so leichtsinnig gehandelt wird.

2 Was wäre die richtige Reaktion auf den Fund gewesen?

Die Feuerwehr und Polizei zu informieren. Bei solchen Funden ist allergrößte Vorsicht geboten, weil für Laien nicht zu erkennen ist, um welche Kampfstoffe es sich handelt. Daher immer den Fundbereich sofort verlassen. Zum Glück ist bei dem Hantieren mit den Granatresten kein Schaden, geschweige denn Personenschaden entstanden.

3 Hätte was passieren können?

Klar. Auch die austretenden Munitionsreste können gesundheitliche Schäden verursachen. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben berichtet, dass die starke Rauchentwicklung auf den Phosphorinhalt der Granate zurückzuführen sei. Denn: Phosphor reagiert mit Trockenheit und Wärme. Scheinbar waren die Reste der Granate bei der intensiven Bewirtschaftung des Feldes ans Tageslicht befördert worden. Durch die extreme Hitze kam es dann wahrscheinlich zu dieser Reaktion.