Bei Nachbarschaftsstreit fliegen nicht nur die Fetzen

Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
„Es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt.“

Balve..  „Es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt.“ Diesen Satz hat Friedrich Schiller einst seinem Helden Wilhelm Tell in den Mund gelegt. In ihm steckt viel Wahrheit. Vor allem Lärm ist oft Ursache für Streit unter Nachbarn.

Auch in Mellen ist ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. Weil er über Monate hinweg provoziert worden ist, rastete der 69-Jährige aus, stürmte am 29. Mai 2014 auf seinen 47-jährigen Nachbarn zu und attackierte ihn mit Pfefferspray und der stumpfen Seite seiner Axt. Dadurch zog sich der Geschädigte Verletzungen an Knie, Zeh und Rücken zu. Richter Martin Jung verurteilte den Balver in einem minderschweren Fall zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro. Der Verurteilte bereut die Tat: „Es tut mir sehr leid“, sagte er im Gerichtssaal zu seinem Nachbarn.

Außerdem soll ein 48-jähriger Hönnestädter mit einem Luftgewehr auf die Gartenhütte seines Nachbarn geschossen haben. Der Tatverdächtige hat sich nicht geäußert. Die Ermittlungen der Polizei laufen.