Behindertengerecht, oder nicht?

Das Jobcenter nimmt zu den Vorwürfen wie folgt Stellung: „Aufgrund seiner fortschreitenden gesundheitlichen Einschränkungen legte Herr Verley dem Jobcenter eine Mietbescheinigung mit der Bitte um Umzugsgenehmigung in eine nach seinen Angaben behindertengerechte Wohnung vor.

Nach Erteilung der Zustimmung zu einer Rücksprache mit dem Vermieter bestätigte dieser gegenüber der persönlichen Ansprechpartnerin des Jobcenters, dass die Wohnung barrierefrei sei und keine besonderen Umbaumaßnahmen erforderlich seien. Das Bad werde vom Vermieter in den nächsten drei Jahren noch renoviert. Daraufhin wurde am 29. April 2015 die Zustimmung zum Umzug erteilt.

Vier Wochen später legte Herr Verley einen Mietvertrag mit dem Zusatz vor, das Badezimmer werde durch den Mieter behindertengerecht umgebaut. Beigefügt waren mehrere Kostenvoranschläge, die allein für den Umbau des Badezimmers Kosten in Höhe von 11 305 Euro aufführten. 4000 Euro werden von der Krankenkasse übernommen. Mit dem Umbau hatte Herr Verley zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen. Sein diesbezüglicher Kostenantrag wurde abgelehnt. Gleichzeitig wurde der Antrag an den Märkischen Kreis weitergeleitet, da dort die Übernahme aus Mitteln der Eingliederungshilfe geprüft werden soll.

Die weiteren Anträge von Herrn Verley auf Übernahme der Renovierung der Wohnung, der Umzugskosten durch ein Umzugsunternehmen, eines Fußbodenbelags für den Wohnbereich und einer neuen Arbeitsplatte für die Küche wurden vom Jobcenter bewilligt.“