Ausverkauf in der alten Schule lockt viele Kunden an

"Alles was nicht niet- und nagelfest ist, darf gegen eine Spende mitgenommen werden“, warb Achim Wachauf vom Arbeitskreis Sokola.de während des großen Schulmobiliar-Ausverkaufs in Langenholthausen.
"Alles was nicht niet- und nagelfest ist, darf gegen eine Spende mitgenommen werden“, warb Achim Wachauf vom Arbeitskreis Sokola.de während des großen Schulmobiliar-Ausverkaufs in Langenholthausen.
Foto: Claudia Heinemann

Langenholthausen..  „Alles muss raus!“ – mit diesem Slogan machen nicht nur namhafte Geschäfte auf ihren Räumungsverkauf aufmerksam. Auch in der ehemaligen Gemeinschaftsgrundschule Langenholthausen waren diese drei Worte am Wochenende Programm.

Erwartungen weit übertroffen

„Alles was nicht niet- und nagelfest ist, darf gegen eine Spende mitgenommen werden“, warb Achim Wachauf vom Arbeitskreis SoKoLa.de während des großen Schulmobiliar-Ausverkaufs, der so einschlug, dass er die Erwartungen des Arbeitskreises um ein Vielfaches übertraf. „Wir haben insgesamt mit etwa 20 Leuten gerechnet, diese Zahl haben wir schon innerhalb der ersten halben Stunde erreicht“, freute sich Wachauf über das rege Interesse aus der Bevölkerung. Am Ende waren es dreimal so viele.

Und während Wachauf kaum nachkam, um das alte Schulmobiliar mit „Vergeben“-Aufklebern zu kennzeichnen, liefen nebenan die Bohrmaschinen auf Hochtouren, denn entgegen seiner Aussage wechselte auch das niet- und nagelfeste Inventar seinen Besitzer: Kleiderhaken und Magnettafeln wurden abmontiert, Stühle Probe gesessen und Regale begutachtet. Wer als Kind unartig war und den Tisch mit seinen Initialen markiert hatte, fand mit etwas Glück sogar sein eigenes Schreibpult von früher wieder. Und so konnte am Wochenende so mancher ehemalige Schüler und Interessierte ein tolles Schnäppchen mit nach Hause nehmen, wie etwa Gerhard Heinrich, der das fand, was er schon immer gesucht hatte: einen passenden Computertisch. „Genau den konnte ich gebrauchen“, freute er sich über das gute Stück. Ebenso glücklich über die Aktion war auch Künstler Dieter Meding, der gleich mehrere „Schätze“ entdeckte, unter anderem einen alten Dia-Projektor.

Stühle als Verkaufsrenner

Besonders hoch war die Nachfrage nach Stühlen. „Die wurden uns fast aus der Hand gerissen.“ Ob Lehrerstuhl oder Schüler-Sitz – beides war begehrt. „Wir sind mehr als zufrieden“, so lautete am Ende der Veranstaltung dann das positive Fazit des neunköpfigen SoKoLa.de-Teams, das am Wochenende alle Hände voll zu tun hatte: Die einen packten mit an, die anderen schraubten ab, wieder andere kümmerten sich um die Spendenkasse, und auch das Kuchenbüfett musste betreut werden. Aber: „Die Arbeit hat sich gelohnt“, ist sich Wachauf auch mit Blick auf die Spenden sicher.

Alles konnten die Verantwortlichen jedoch nicht loswerden. Was übrig geblieben ist, wird nun auf den Dachboden der ehemaligen Schule wandern, und der andere Rest wird in der Kreativ-Tischlerei von Antonius Allhoff verbrannt.

Denn das SoKoLa.de-Team braucht dringend den Platz im Gebäude. „Wir haben schon viele Räume vermieten können“, so Wachauf, der sich freut, dass auch die Nachfrage nach den ehemaligen Klassenzimmern gut läuft. Denn nur durch die Vermietungen kann auch der Unterhalt des Gebäudes sichergestellt werden.

„Derzeitig sind wir mit einem Mann im Gespräch, der einen Raum mieten möchte, um dort langfristig eine Burn-Out-Prävention anzubieten.“ Das Angebot in der SoKoLa.de wächst also stetig und bietet vom Schlagzeugunterricht über Mitarbeiterschulungen mittlerweile viele Möglichkeiten. Nähere Informationen rund um die ehemalige Grundschule gibt es im Internet unter www.sokola.de.