„Aus Schandfleck ist Aushängeschild geworden“

Betriebsausschuss beim Bauhof Balve
Betriebsausschuss beim Bauhof Balve
Foto: WP

Balve..  „Aus einem Schandfleck ist mittlerweile ein schönes Aushängeschild geworden“, sagte Jörg Roland, Vorsitzender des Betriebsausschusses, und meinte damit gestern Abend das städtische Bauhofgebäude. Die Mitglieder des Ausschusses wurden auf dem Betriebsgelände des Bauhofes über die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen informiert.

Energetische Sanierung

Die Stadt habe in den vergangenen drei Jahren 190 000 Euro in das Gebäude investiert, so Kämmerer Hans-Jürgen Karthaus. Carsten Glänzel von den Stadtwerken berichtete, dass mit der energetischen Sanierung unter anderem das Dach, die Fassade und die Fenster erneuert worden seien. Für 2016 sei eine energiesparende Hallenbeleuchtung anvisiert. „Der Fahrzeugpark ist – bis auf den Unimog – auf einem sehr guten Stand“, sagte Carsten Glänzel.

Die energetische Sanierung mache sich bezahlt, erklärte Kämmerer Hans-Jürgen Karthaus. „Wir merken das bei den Unterhaltungskosten. Der Gasverbrauch ist jährlich um 5000 Euro zurückgegangen.“

Sorgen bereitet der Stadt der Verlust beim Betrieb Wasserversorgung in Höhe von 37 417 Euro im Jahr 2014. „Die Ursache für das Minus liegt nicht darin, dass weniger Wasser verkauft wurde“, sagte Hans-Jürgen Karthaus. „Der Grund dafür ist vielmehr der hohe Unterhaltungsaufwand im Hausanschlussbereich. Wenn wir einen Rohrbruch haben, muss dieser direkt behoben werden.“ Allein für die Kanalnetze hätten im Vorjahr 22 000 Euro mehr aufgewendet werden müssen als vorgesehen.

Dagegen sprudelt wie erhofft die Glärbachquelle. Die Eigenförderung von Wasser sei in der Stadt Balve nun auf 80 Prozent angewachsen, berichtete Karthaus, der Fremdbezug dagegen auf 20 Prozent geschrumpft. „Was nicht gut ist, sind die Wasserverluste. Die müssen wir von 12,8 Prozent noch unter 10 Prozent bekommen.“