Aus Baustelle wird wieder eine moderne Halle

Foto: Richard Elmerhaus

Mellen.. Noch gleicht die Schützenhalle in Mellen einer Großbaustelle. Dabei ist schon viel passiert. Die alten Fliesen unter dem Schleppdach sind in etlichen Arbeitsstunden mit schwerem Gerät abgetragen worden. Vor drei Wochen wurde der Estrich auf der 133 Quadratmeter großen Bodenfläche verlegt. Neben einem modernen Untergrund wird schon bald die neue Akustikdecke angebracht.

Stolz ist die St.-Hubertus-Bruderschaft auf die mobile Theke, auch wenn sie die Schützen vor logistische Probleme gestellt hat, wie Brudermeister Raimund Vedder-Stute am Rande des Seniorentages im Kaminraum einräumte. Denn für die mobile Theke mussten Abwasser-, Frischwasser- und Stromleitungen neu verlegt werden.

Mobile Theke

„Wir brauchen nur noch eine Theke unter dem Schleppdach“, sind sich die Meller Schützen um Schriftführer Marco Voge einig. Der Vorstand der Bruderschaft hatte sich im Vorjahr im Hochsauerlandkreis umgesehen, war direkt angetan von einem mobilen Exemplar und konnte auch die Schützen im Golddorf von dieser Anschaffung überzeugen – ein ganz wichtiger Aspekt aus Vorstandssicht. „Wir haben die Mitglieder von Anfang an mit ins Boot geholt“, betont Marco Voge und hebt die immense Eigenleistung bei der umfangreichen Baumaßnahme hervor, die einen mittleren fünfstelligen Betrag veranschlagt. „Es wird aber null Verschuldung geben“, versichert Voge.

Weil eine leistungsstarke Betonfräse zum Einsatz gekommen ist, um den widerspenstigen Untergrund beseitigen zu können, hat sich laut Raimund Vedder-Stute „bis in die letzten Winkel“ der Schützenhalle Staub breit gemacht. Am Rande des Seniorentages und vor den extra eingeladenen Meller Schützen warb der Brudermeister deshalb dafür, zahlreich an der Grundreinigung der Halle am Donnerstagabend, 11. Juni, teilzunehmen. Der zweite Bauabschnitt unter dem Schleppdach soll – so das ambitionierte Ziel – bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Vom 1. bis 3. August wird im Golddorf Schützenfest gefeiert – voraussichtlich auch wieder mit den Jungschützen, die im Festzug mitgehen sollen. Wie lange das noch passiert, ist unklar. „Offiziell gibt es sie noch“, sagt Marco Voge über den kleiner werdenden Kreis und ergänzt: „Wir freuen uns über jeden, der bei den Jungschützen mitmacht. Wir können aber niemanden dazu zwingen und auch keine Jungschützen herbeizaubern.“

In der ersten Bauphase hatten die Meller Schützen bereits vor der Halle einen Unterstand für die Raucher gebaut und neben der hinteren Theke einen zusätzlichen, 12 Quadratmeter großen Raum geschaffen, in dem unter anderem Kühlaggregate gelagert werden. 2016 steht dann die Renovierung des Kaminraums auf dem Plan.

Ein Durchbruch soll die Theken in der Haupthalle und im Kaminraum miteinander verbinden. Der alte Eingang wird zugemauert, so dass der Kaminraum zukünftig nur noch über den neuen und barrierefreien Eingang betreten werden kann. „Auch hier machen wir keine Schulden. Die Finanzierung erfolgt auf ganz solider Basis“, sagt Schriftführer Marco Voge.