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Auch Schwarze Löcher können die Narren nicht aufhalten

13.02.2012 | 15:34 Uhr
Auch Schwarze Löcher können die Narren nicht aufhalten

Volkringhausen.Rund 200 Erdlinge und Außerirdische feierten am Samstagabend galaktischen Karneval im Universum. Dabei diente den Karnevalisten die Schützenhalle als Weltall, in der galaktische Sternenmaterie mit Masse zusammentraf.

Unter dem Motto „Volkring – Galaktisch gut“ hatten die Jecken des Karnevalclubs Volkringhausen ein buntes Programm zusammengestellt. Allerdings hatten die Akteure einige „schwarze Löcher“ zu umschiffen, denn eine der Hauptakteurinnen fiel kurzfristig wegen Erkrankung aus, eine andere Gruppe hatte ihren Auftritt komplett abgesagt. Mit der Eisbornerin Marie-Theres Schulte sprang spontan eine außerirdische Akteurin ein, die die Kollegen vom Nachbarplaneten gerne unterstützte. Ebenso spontan half Erdling Monika Liesenfelder aus und strapazierte mit ihrer Büttenrede „Der Tapezierer“ die Lachmuskeln des närrischen Publikums.

Ein Alien aus dem Ruhrgebiet, das im Hönnedorf längst Fuß gefasst hat, ist Bibs Lesniak, die als galaktische Sternenmaterie durch das Programm führte. Den Auftakt bildete die Tanzgarde „Rainbow Colours“, die mit dem flotten Gardetanz Schwung in die Halle brachten und später mit einem galaktischen Showtanz begeisterte. Schlupp, der Roboter aus dem Weltall (Marie-Theres Schulte), schloss im gleichnamigen Sketch schnell Freundschaft mit den Dorfbewohnern. Auch das Thema Krankenhausreform ließen die Karnevalisten nicht aus. Die „Mädels vom KCV“ führten vor, wie Sparmaßnahmen greifen. Vom wiederverwendbaren Toilettenpapier über die gemeinsam benutzte Zahn- und Toilettenbürste, forderte die Pflegerin (Tanja Boike) von den Damen strengste Einhaltung der Reform.

Ein Höhepunkt, der den Zuschauern Lachtränen in die Augen trieb, war der Auftritt von „Heinz und Erhard“. Schon seit einigen Jahren lässt das Vater-Sohn-Gespann, Thomas und Dominik Dodt, den großen deutschen Komiker Heinz Erhard im Karnevalsprogramm aufleben. ­Sogleich begrüßte Heinz (Dominik Dodt), der sich fast am Vorbeikommen gehindert hätte und sich das ein oder andere Mal mit sich selbst verwechselte, das „zahnreich“ erschienene Publikum. Gemeinsam mit seinem Pendant Erhard (Thomas Dodt) philosophierte er über den „Der Vielaß“ und über die Made hinter der Rinde. Das Duo berichtete von den Gestirnen und erzählte die „Ballade von Estland“, bevor es „Zum Schluss“ kam.

Mit Spannung wurden die „Dream Boys“ erwartet, die das Programm mit einem besonderen Highlight abrundeten. Kein Licht brannte in der Halle mehr, als die fünf Strichmännchen auf der dunklen Bühne auftauchten. In schwarzen Ganzkörperanzügen, auf denen bunte ­Knicklichter zu Strichmännchen geformt waren, begeisterten die Männer mit ihren Tanzeinlagen.

Im Rahmen des Programms verabschiedete die Vorsitzende des Karnevalclubs, Barbara Stracke, die Leiterin der Tanzgarde. Nadine Brandt hatte die Gruppe 21 Jahre lang trainiert und dabei einige Generationen junger Tänzerinnen als „Tanzmariechen“ geformt.

Musikalisch sorgte Thomas Weber als „Ein-Mann-Orchester“ für beste Stimmung.

Der nächste karnevalistische Höhepunkt des KCV folgt bereits am Mittwoch. Dann führt die Vereinsfahrt zum 25-jährigen Bestehen nach Köln zur Veranstaltung „Lachende Kölnarena“ mit Karnevalsgrößen wie den Höhnern, Bläck Fööss, Brings und auch Bernd Stelter. Der Bus startet um 15.30 Uhr ab dem „Haus der Begegnung“ in Richtung auf die „rheinische Narretei“.

Uta Baumeister

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