Am Ende des Gottesdienstes stürzt der Turm von Babel ein

Evangelischer Familiengottesdienst an der SGV-Hütte.
Evangelischer Familiengottesdienst an der SGV-Hütte.
Foto: Claudia Heinemann

Balve..  Erst war es nur ein Nieselregen, dann wurden die Tropfen etwas größer, schließlich jedoch stellte sich der Regen weitestgehend ein und es bewahrheiteten sich die Worte von Pfarrer Christian Marcus Weber: „Als ich heute morgen wach wurde, und die Tropfen auf meinem Dach prasseln hörte, war ich noch skeptisch. Aber jetzt hat es sich doch aufgeklärt und wir sind optimistisch!“

Schirme und Regenjacken

Und so fand der traditionelle Open-Air-Pfingst-Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde wie geplant auf dem Außengelände der Ewald-Hagedorn-Hütte der SGV-Abteilung Balve statt. Die vielen Gottesdienstbesucher, die zum Teil zu Fuß anreisten, hatten sich Schirmen und Regenjacken bestens auf die Wetterlage vorbereitet.

Gestaltet hatte die alljährliche Traditionsveranstaltung der Familien-Gottesdienstkreis, der diesmal den Turmbau von Babel aus dem ersten Buch Mose zum Thema wählte. 220 Bausteine standen für die Gottesbesucher bereit, um den Bau des Turms auch praktisch nachstellen zu können. Erst vom Boden aus, später sogar mit dem Einsatz einer Leiter, denn er sollte ja schließlich groß werden. Lange stand der Turm jedoch nicht, denn zum Ende des Gottesdienstes wurde das Monument bewusst wieder umgekippt. „Die Geschichte soll uns zum Nachdenken anregen. Denn auch in unserer heutigen Gesellschaft wollen die Menschen immer höher hinaus, wollen bildlich betrachtet Türme in den Himmel bauen“, so Weber.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst am Keyboard von Günter Brücker, der sich unter dem Vordach der SGV-Hütte ein trockenes Plätzchen gesichert hatte. Nach dem Gottesdienst fand dann in gewohnter Weise noch ein gemütliches Beisammensein statt.