Alte Mühle in L.A. soll zukünftig ein Museum werden

Weinfest an der Mühle in Langenholthausen
Weinfest an der Mühle in Langenholthausen
Foto: Claudia Heinemann

Langenholthausen..  Der erste Schritt in Richtung Museum ist vollbracht: Die Turbinen in der Mühle am Dorfteich hat der Historische Verein Langenholthausen in Zusammenarbeit mit der Eigentümerfamilie Stockebrand bereits restauriert und in Gang gebracht, die Fördergelder sind beantragt und mit dem Weinfest wurden die Räumlichkeiten zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. „Bis wir die alte Mühle für museale Zwecke nutzen können, wird es zwar noch etwas dauern“, erklärte der Vorsitzende des Historischen Vereins, Engelbert Lazer. Langsam aber sicher nehme das Projekt jedoch Formen an.

Turbinenanlage 1946 geplant

So hatten die Besucher schon mal die Möglichkeit, während einer gediegenen Weinprobe die ersten Arbeitsschritte zu begutachten. Das besondere Augenmerk lag dabei auf dem Herzstück der Mühle, der Turbinenanlage. Sie wurde bereits im Jahre 1946 geplant und acht Jahre später in der Mühle durch die Firma Drees aus Werl aufgestellt. Seitdem tat sie bis Ende der 70er Jahre ihren Dienst, erzeugte Strom für den Eigenbedarf und wurde unter anderem zum Sägen genutzt, erklärte Hausherr Eberhard Stockebrand, der dem Historischen Verein diese Räumlichkeiten nun für Ausstellungen zur Verfügung stellt.

In einem ersten Arbeitsschritt hatte der Verein die mittlerweile festgerosteten Turbinen zerlegt, gesandstrahlt und neu lackiert. „Jetzt muss das Mauerwerk der Mühle von außen noch abgedichtet werden, neuer Estrich verlegt und der Vorraum ausgebaut werden“, so Lazer. Wann dies geschehen wird, hängt maßgeblich von den Fördergeldern ab, die bei der NRW-Stiftung, dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege beantragt und zum Teil auch schon bewilligt wurden. „Die Denkmalpflege in Münster hat uns bereits 7000 Euro genehmigt“, berichtete Lazer. Insgesamt habe der Verein jedoch Gelder in Höhe von 50 000 Euro beantragt. „Erst wenn die fließen, können wir weitermachen. Das kann in diesem Jahr sein, vielleicht aber auch erst im nächsten Jahr.“

Der Historische Verein hatte mit der Turbinenanlage und der Ausstellung alter Mühlenmotive also für optische Höhepunkte gesorgt, während Stephan Thielen vom Weingut Thielen-Feilen an der Mosel den Gaumen der Gäste mit zehn verschiedenen Weinsorten verwöhnte.