Achse vom Drostenplatz zur Blasius-Kirche

Foto: Alexander Bange
Was wir bereits wissen
Mit 70 Prozent fördern Bund und Länder bauliche Maßnahmen zur Verschönerung von Städten, die von den Bürgerinnen und Bürgern gewünscht sind und mitgetragen werden. Die Stadt Balve macht sich große Hoffnungen, an den Fördertopf zu kommen.

Balve.. Bürgermeister Hubertus Mühling berichtete während einer Infoveranstaltung im Rathaus rund 30 Balvern, dass die „Masterpläne“ bereits der Bezirksregierung vorliegen. Ein Verfallsdatum für die Fördermittel gebe es nicht. Weil die Stadt aber 30 Prozent der Kosten tragen müsse, würden die Maßnahmen „auf Jahre verteilt“. Mühling: „Der Prozess wird über fünf bis sieben Jahre gehen.“ Aufbauend auf dem Dorfentwicklungskonzept, das mit Bürgern aus Balve erarbeitet worden ist, stellte das Büro Pesch & Partner mit Niklas Förstemann und Horst Schönweitz den Stand der aktuellen Planungen vor.

Drostenplatz

Ziel ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Für Spaziergänger und Fahrradfahrer soll ein Zugang zur Hönne geschaffen werden. Potenzial sieht das Planungsbüro auf dem Vorplatz des Drostenhauses. Voraussetzung hierfür ist die Ansiedlung eines Gastronoms. Dann könnten – wie es „einwandfrei“ auf der Apothekerstraße in Neheim funktioniere – im Sommer Sitzmöglichkeiten vor dem Drostenhaus geschaffen werden. Im Winter könne die Fläche wieder als Parkbereich dienen. Teilnehmer der Infoveranstaltung wiesen aber darauf hin, dass viele Parkflächen eigentumsrechtlich gebunden sind. Lebendiger könne den Drostenplatz dagegen ein Brunnen oder ein Wasserspiel machen.

Auf der Rückseite soll ein Baum gepflanzt und die „Feuerwehrtreppe verlegt werden“, um die dortigen Parkflächen auch mit Fahrzeugen zu erreichen. Südlich des Drostenhauses könne die Garagenanlage abgerissen werden, um eine Wegeverbindung vom Drostenplatz über die Bogenstraße zur Pfarrkirche St. Blasius zu schaffen. Ziel ist, die schöne Sichtachse vom Drostenplatz zur Kirche auch als Lauf- und Durchfahrachse für Fußgänger und Fahrradfahrer zu entwickeln.

Mit dem Bau eines neuen Lebensmittelmarktes auf dem Gelände des Kibitzmarktes hofft die Stadt außerdem auf Entlastung der Parkplatzsituation am Drostenplatz.

Straßenbau

Die Straßen „Dreikönigsgasse“, „Garbecker Straße“, „Alte Gerichtsstraße“ und „Hoffmeisterstraße“ befinden sich im schlechten Zustand. Das Planungsbüro rät dazu, die Straßen „so ebenerdig wie möglich“ zu sanieren. Rinnen sollen die Gehwege von der Fahrbahn trennen.

„Murmke-Park“

Die Grünfläche an der Pfarrkirche St. Blasius besitze zu wenig Aufenthaltsqualität. Pesch & Partner empfehlen eine Bepflasterung der Kiesdecke, neue Bänke und Mobiliar, einen öffentlichen Spielplatz oder die Ansiedlung einer Eisdiele. „Das bringt Lebendigkeit.“

Hauptstraße

Kritisiert wurde, dass die Hauptstraße nicht berücksichtigt ist. Der Bürgermeister berichtete, dass der Wunsch nach einer Querungshilfe wohl unerfüllt bleibe. Einen Zebrastreifen lasse die Regionalniederlassung nicht zu. Bleibe eine Mittelinsel, die eine Verbreiterung der Straße voraussetzt. Mühling: „Das erscheint nicht realistisch, weil wir da Bretter durchbohren müssen.“