Ablehnung des Kunstrasens überschattet Jubiläumsfeier
29.11.2009 | 21:30 Uhr 2009-11-29T21:30:00+0100Eisborn. Es hätte aus Sicht des SuS Eisborn alles so schön gepasst. Die Fußballer hätten gestern Morgen nicht nur gerne auf den 50. Geburtstag ihres Vereins angestoßen, sondern auch auf den Bau eines Kunstrasenplatzes an der „Mailinde”.
Dass die CDU Letzterem einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, frustiert die Denker und Lenker des Vereins maßlos. So feierte der SuS zwar gestern mit seinen Gästen im Eisborner Schützenheim, doch das Thema Kunstrasen war ständig präsent.
Frust sitzt tief
Wie tief der Frust sitzt, machte der 1. Vorsitzende Georg Schulte deutlich. „Es ist ein Keulenschlag für uns, dass dem Antrag nur fünf CDU-Mitglieder ihre Stimme gegeben haben. Wir werden das Gefühl nicht los, dass der gleiche Antrag bei anderen Vereinen durchgegangen wäre. Ich bemühe mal ein Kindersprichwort: Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.” Rückendeckung fand der SuS-Chef durch Ortsvorsteher Martin Danne: „Es tut mit leid, dass meine Fraktion die Träume zerstört hat. Ich weiß nur: Wäre das in Garbeck gewesen, wäre eine Lösung gefunden worden und so eine Lösung müssen wir jetzt anstreben.”
Überrascht zeigten sich der Vorstand und das Team Kunstrasen über die Äußerung vom CDU-Fraktions-Vorsitzenden Johannes Wortmann, der bekannt gegeben hatte: „Wir haben bereits Gespräche mit dem SuS Eisborn geführt und sind dabei, eine kostengünstigere Lösung zu finden.” In Eisborn ist von diesen Gesprächen nichts bekannt.
Glückwünsche der Festredner
Alle Laudatoren wünschten Georg Schulte und seinen Mitstreitern viel Glück mit ihrem Sportplatz. Neben dem Kunstrasen standen selbstverständlich auch erfreulichere Dinge auf dem Programm. Georg Schulte warf einen Blick in den Rückspiegel und sprach dabei sowohl über die sportliche Entwicklung, als auch den einen oder anderen Wandel im Verein in den vergangenen fünf Dekaden. Besonders hervor hob er die Scheunen-Party: „Im Partyveranstalten sind wir absolute Profis geworden.”
Zudem ehrte Schulte verdiente Mitglieder. Der Ehrenvorsitzende Franz-Josef Müthing wurde für seinen jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz, seinen Elan und sein Engagement ausgezeichnet, ebenso wie Günter Rommel, der seit 35 Jahren Schiedsrichter ist. Aber auch viele andere Namen, die während der vergangenen 50 Jahre eng mit dem Verein verknüpft waren, nannte Georg Schulte.
Premiere für Heinrich Stüeken
Dann standen die Gratulanten Schlange. Der erste war Heinrich Stüeken, der in Eisborn seine Premiere im Amt des stellvertretenden Bürgermeisters feierte. Er sicherte dem SuS die Unterstützung der Stadt Balve zu, wollte sich aber konkret nicht zur Kunstrasenproblematik äußern: „Die Stadt hat ein profundes Interesse daran, dass die Vereine existieren und ein Fußballverein schafft Identifikation mit dem gesamten Dorf.”
Neben den Vereinen aus dem Bergdorf überbrachte der Vorsitzende des Fußball- und Leichtathletikkreises Arnsberg, Bernd Henneböhle, Glückwünsche vom Verband und DFB, von dem es eine Glückwunschplakette gab.
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