800 Gläubige bereiten einen Abschied der Freude

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Wocklum..  Die Anspannung war ihm anzumerken. Doch als sich seine anfängliche Nervosität gelegt hatte, wurde die Nachprimiz für Martin Hufelschulte am Pfingstmontag zu einem Gottesdienst der Freude und einem besonders fröhlichen Zusammenkommen – obwohl es auch der Tag des Abschieds war. Seine nächste Station als Geistlicher wird Attendorn sein. Den Pastoralverbund Balve-Hönnetal verlässt Martin Hufelschulte schweren Herzens.

Zwei Tage, nachdem er im Hohen Dom zu Paderborn von Erzbischof Franz-Josef Becker zum Priester geweiht worden war, und einen Tag nach seiner Heimprimiz in Westönnen zelebrierte Martin Hufelschulte seine erste Heilige Messe als Priester vor den Gläubigen, die ihm in den vergangenen fast zwei Jahren so sehr ans Herz gewachsen sind. Rund 800 Menschen feierten den Gottesdienst mit dem Neu-Priester während der Sternwallfahrt im Reitstadion Wocklum – und wenn das Wetter sich ein wenig freundlicher präsentiert hätte, wären es locker über 1000 Menschen geworden.

Feierlicher Rahmen

Dass es kein Abschied mit Tränen werden sollte, machte Pfarrer Andreas Schulte schon früh deutlich. Er ließ die Gläubigen schnell herzhaft lachen: „Wir danken Gott dafür, dass er dich zum Priester berufen hat. Und wir versprechen dir, für dich zu beten, um die Kraft des Heiligen Geistes für deinen zukünftigen Dienst in Attendorn.“, Dann gab der bekennende BVB-Anhänger Insiderwissen preis: „Dein neuer Pfarrer, Andreas Neuser, ist gleichzeitig mein Kurskollege,Wir haben zusammen studiert. Das ist ein ganz netter Mensch – er ist nur Schalke-Fan.“

Als Konzelebranten neben dem hauptamtlichen Team aus dem Pastoralverbund Balve-Hönnetal standen Martin Hufelschulte im Wocklumer Reitstadion Weihbischof Mathias König, Pater Ralf Preker von den Franziskanern aus Werl, Kaplan Markus Agrikola aus Fulda und Diakon Simon Ruderer aus München zur Seite.

Fahnenabordnungen aus dem gesamten Pastoralverbund, ein eigens für diesen Gottesdienst zusammengestelltes Chorensemble aus Garbeck, Affeln und Altenaffeln sowie die vielen Gottesdienstbesucher sorgten für einen besonders feierlichen Rahmen, den Martin Hufelschulte sehr zu schätzen wusste. „Ich freue mich sehr, dass sich so viele auf den Weg gemacht haben. Auch meine Gäste sind da. Es ist einfach schön, dass wir hier vereint sind und diese Feier gemeinsam erleben dürfen“, sagte er.

Erhebendes Gefühl

Auch auf seine neue Aufgabe freut er sich sehr – und sagt in aller Bescheidenheit: „Als ich vor zwei Tagen im Paderborner Dom kräftig die Worte ‘Hier bin ich’ rufen durfte, war das ein erhebendes Gefühl und ein Geschenk. Ich freue mich sehr über dieses Geschenk der Weihe. Und mir ist deutlich bewusst geworden, dass es hier nicht um meine Person geht, sondern um Jesus Christus, der mich berufen hat. Nicht ich stehe heute im Vordergrund, sondern Jesus Christus.