5500 Menschen zu Gast in der Luisenhütte

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Was wir bereits wissen
Der Förderverein Luisenhütte freut sich über weiter steigende Besucherzahlen. Rund 5500 Menschen haben im vergangenen Jahr das Industriedenkmal in Wocklum besucht.

Wocklum..  Das sind 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte Geschäftsführerin Gerburgis Fabry-Friedrich während der Mitgliederversammlung auf Schloss Wocklum mit und ergänzte, dass diese Zahl die Sonderveranstaltungen Saisoneröffnung, Luise heizt ein und Halloween einschließe.

Weil aber auch die zweite deutliche Steigerung der Besucherzahlen in Folge das Ergebnis früherer Jahre noch nicht wieder erreicht, will sich der Förderverein unter dem Vorsitz von Jakob Graf Landsberg-Velen weiterhin dafür einsetzen, die Attraktivität der historischen Hochofenanlage zu steigern.

Große Hoffnungen ruhen auf der Ruhr.Topcard. Ein Antrag auf Aufnahme in den exklusiven Kreis heimischer Attraktionen, die mit der Ruhr.Topcard beworben werden, ist gestellt. Allerdings ist die Zahl der Ausflugsziele begrenzt, die mit der Ruhr.Topcard besucht werden können. Ob die Luisenhütte demnächst dazu gehört, ist noch offen.

160 000 Euro für Spielplatz

Als so gut wie sicher darf hingegen die Fertigstellung einer weiteren Attraktion noch in diesem Jahr angesehen werden. Der Technik-Spielplatz „Kleine Luise“ soll spätestens zum Festival „Luise heizt ein“ eröffnet werden. Derzeit werden vom zuständigen Architekten die Ausschreibungen vorbereitet. Die Inbetriebnahme des 160 000-Euro-Spielplatzes ist für den Spätsommer geplant. Weil das Kulturfestival des Märkischen Kreises in diesem Jahr erst relativ spät in der Saison am 5. September stattfindet, sind die Verantwortlichen optimistisch, den Spielplatz rechtzeitig fertig stellen zu können.

Weil die Kassenlage des Fördervereins mit einem Guthaben von rund 18 000 Euro keinerlei Grund zur Besorgnis gibt, beschloss die Mitgliederversammlung, 5000 Euro bereit zu halten, die zur Finanzierung des Spielplatzes genutzt werden können, falls das 160 000-Euro-Budget nicht ausreichen sollte.

Großzügig segneten die Mitglieder auch den Wunsch der Stadt Balve ab, einen Zuschuss für Reparaturarbeiten unter dem Balver Museum für Vor- und Frühgeschichte auf dem Gelände der Luisenhütte zu erhalten. Dort war bei Renovierungsarbeiten im Keller festgestellt worden, dass Ausspülungen das Fundament erheblich beschädigt haben. Die Stadt Balve will die Kellerräume herrichten, um dort zusätzliche museumspädagogische Angebote zu realisieren und hatte zusätzliche Kosten für eine Fundament-Reparatur nicht im Budget. Ob ein Zuschuss von 1000 oder 1500 Euro möglich wäre, ließ Bürgermeister Hubertus Mühling die Versammlung wissen: „Dieser Schaden hat ein Loch in unsere Kasse gerissen. Das Geld geht auch direkt zweckgebunden in das Ensemble der Luisenhütte.“ Einstimmig wurden 1500 Euro für diesen Zeck bewilligt.

Saison-Eröffnungsfeier am 3. Mai

Das Industriemuseum Luisenhütte öffnet ab dem 1. Mai seine Türen. Die Saison-Eröffnungsfeier mit Greifvogelschau und Kinderspaß findet am Sonntag, 3. Mai, statt.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung referierte Barbara Friedhofen vom Rheinischen Eisenkunstguss-Museum Bendorf-Sayn über die Sayner Hütte – ein Kapitel preußischer Industriegeschichte.