109 Babys sind im Jahr 2014 in Balve geboren

Bevor der Neujahrsempfang in den geselligen Modus wechselt, stimmen alle Besucher noch das Lied „Von guten Mächten, treu und still umgeben“ an.
Bevor der Neujahrsempfang in den geselligen Modus wechselt, stimmen alle Besucher noch das Lied „Von guten Mächten, treu und still umgeben“ an.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
2014 war ein fruchtbares Jahr.

Balve..  2014 war ein fruchtbares Jahr. Bürgermeister Hubertus Mühling berichtete auf dem Neujahrsempfang im Katholischen Jugendheim, dass 109 Babys in der Hönne­stadt das Licht der Welt erblickt haben – so viele, wie lange nicht mehr. Außerdem ist der Abwanderungstrend zumindest vorerst gestoppt, denn 28 Personen mehr als noch 2013 leben im Stadtgebiet Balve, insgesamt rund 11 750 Einwohner.

Mühling blickte bei dem sehr gut besuchten Neujahrsempfang aber nicht nur zurück, sondern auch voraus. Die Stadt werde 2015 knapp 1,8 Millionen Euro investieren: In den Radwege- und Straßenausbau, in das Gewerbegebiet Braukessiepen, in Renaturierungen, neue Bushaltestellen, neue Mädchentoiletten an der Realschule oder den Dorfpark in Eisborn.

„Klima-Hauptstadt“

Landrat Thomas Gemke würdigte Balve als „Klima-Hauptstadt“ im Märkischen Kreis, mahnte, dass „Wohlstand keine Selbstverständlichkeit“ sei, und wünschte abschließend neben Gesundheit auch Glück im Jahr 2015.

Kein Glück hatte das Kolpingforum, das gemeinsam mit der Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinde zum Neujahrsempfang eingeladen hatte, im Jahr 2014 mit der Kabarett-Veranstaltung von Torsten Sträter. Weil er erkrankte, konnte er nicht auftreten. „Schweren Herzens erhielten alle Karteninhaber ihr Eintrittsgeld zurück“, berichtete Engelbert Falke. „Ein weiterer Reinfall war unsere Initiative zur Begrüßung von Neubürgern. Zwei Termine hatten wir angesetzt, um mit Neubürgen ins Gespräch zu kommen. Irgendwas haben wir verkehrt gemacht – es gab nicht eine einzige Rückmeldung.“ Trotzdem bleibt das Kolpingforum am Ball. „Aktuell wird nachgedacht über eine Möglichkeit, Begegnung mit Flüchtlingen zu bewerkstelligen“, sagte Falke. Neben Flops habe es aber auch Veranstaltungs-Hits im Jahr 2014 gegeben, wie zum Beispiel die Singeabende mit Maria und Alois Hoffmann.

Ein spannendes Jahr liegt vor dem Kolpingforum: Vorstandsmitglied Hermann Krekeler bietet – in Zusammenarbeit mit dem Diözesanverband – Anfang März in den VHS-Räumen ein Bewerbungsseminar für Schulabgänger an.

Auch die Katholische Kirchengemeinde blickt gespannt auf das Jahr: „Wir wollen den karitativen Aspekt in unserem Pastoralverbund unter die Lupe nehmen“, kündigte Pfarrer Andreas Schulte an. „Dafür werden wir von zwei Gemeindeberatern begleitet und laden für Donnerstag, 20. Januar, zu einem Informationsabend ein.“

Weber nimmt Kirche in die Pflicht

Die Katholische Kirchengemeinde freut sich auch darauf, Diakon Hufelschulte auf seinem Weg zum Priestertum zu begleiten. „Für die Weihe am Pfingstsamstag in Paderborn wird ein Sonderbus des Pastoralverbundes eingesetzt“, kündigte Pfarrer Schulte an. „Seine Primiz in der Diakonatsgemeinde feiert er mit uns im Rahmen der Sternwallfahrt auf dem Reitplatz in Wocklum.“

Nachdenkliche Töne stimmte der evangelische Pfarrer Christian Weber an. „Was haben wir getan, wir Christmenschen, katholisch, evangelisch, freikirchlich? Haben wir entschlossen genug gebetet für den Frieden? Sind wir deutlich genug eingetreten für verfolgte Christen oder Menschen anderer Religionen? Oder haben wir uns im Klein-Klein der Alltagsgeschäfte verzehrt, so dass unser Horizont nur auf den Erhalt unserer Strukturen, Traditionen und lieb gewonnenen Gewohnheiten bedacht ist?“, fragte er. Auch die Kirche nahm Weber in die Pflicht und zitierte Dietrich Bonhoeffer: „Kirche, wenn sie wirklich Kirche sein will, muss immer Kirche für andere sein.“