1060 Kilometer: Mit dem Rad nach Roussay

Vor dem Start zur großen Tour: Die Beckumer Thomas Bianga, Theresa Teichert, Stefan Paul und Theo Frohne (von links) radeln nach Roussay.
Vor dem Start zur großen Tour: Die Beckumer Thomas Bianga, Theresa Teichert, Stefan Paul und Theo Frohne (von links) radeln nach Roussay.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Radfahren liegt im Trend. Was vier Beckumer an diesem Wochenende vorhaben, hat mit den üblichen Ausflügen aber wenig gemeinsam.

Beckum.. Radfahren liegt im Trend. Weil es gut für die Umwelt ist, fit hält und chic ist, steigen immer mehr Menschen immer öfter aufs Rad. Was vier Beckumer an diesem Wochenende vorhaben, hat mit den üblichen Ausflügen wie „Brötchen vom Bäcker holen“ oder „Einmal um die Sorpe radeln“ aber wenig gemeinsam. Theo Frohne, Theresa Teichert, Stefan Paul und Thomas Bianga starten zu einer etwas größeren Fahrradtour. Ihr Ziel: Roussay in Frankreich.

Rund 1060 Straßenkilometer liegen vor dem heimischen Quartett, das bei seinem Velo-Abenteuer Verstärkung von einem französischen Radfahrfreund erhält, und dem Ziel in der Beckumer Partnergemeinde. In sechs Tagesetappen, die zwischen 165 und 192 Kilometer lang sein werden, wollen die fünf Radler die Mammutstrecke bewältigen – und pünktlich zu den Feierlichkeiten rund ums Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Beckum und Roussay in der französischen Kleinstadt eintreffen.

Respekt haben sie alle vor der großen Tour, und Theresa Teichert, mit 26 Jahren die Jüngste im Team, gibt offen zu: „Ich habe sogar ein bisschen Angst.“ Doch ihre Mitradler machen der Studentin Mut. „Wir fahren einen 18er oder 19er Schnitt. Das kann man locker den ganz Tag radeln“, ist sich Theo Frohne sicher. Der Viehkaufmann ist mit 63 Jahren der älteste und erfahrenste Radler der Gruppe. Große Entfernungen haben ihm noch nie Angst gemacht. Schließlich ist er schon einmal zum Gardasee geradelt.

Jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit

Auch Berufssoldat Stefan Paul ist sehr zuversichtlich. Der 29-Jährige fährt generell sehr gerne Rad und hat zur Vorbereitung auf die Tour nach Roussay in diesem Jahr schon rund 3000 Kilometer abgespult. Thomas Bianga (30) hat sein Training in den Alltag integriert. Er radelt jeden Tag zur Arbeit. Die befindet sich zwar nur zehn Kilometer von seiner Wohnung entfernt, aber mit ein paar Umwegen kommt er schon beim Hinweg auf rund 30 Kilometer. Und auf dem Heimweg dürfen es gerne noch ein paar Kilometer mehr werden.

Weil trotz guter Vorbereitung auf einer solchen Tour immer Unvorhergesehenes geschehen kann, haben die Beckumer vorgesorgt. Lisa und Georg Wortmann werden die Radfahrer mit einem Kraftfahrzeug begleiten. Im VW-Bus von Theo Frohne ist nicht nur reichlich Platz für Ersatzteile, Gepäck und Proviant, zur Not könnte auch ein erschöpfter Radler ein paar Kilometer im Besenwagen mitfahren. Allerdings sind die Beckumer zuversichtlich, ihr großes Ziel allein mit Muskelkraft zu erreichen.