Brauchtum : Plattdeutsche Gedichte von "Kannegeiters Fine"
Attendorn. Gedichte auf Attendorner Platt von Josefine Wagener-Zeppenfeld standen im Mittelpunkt eines Plattdeutschen Abends in Attendorn.
Als Plattdeutscher Abend im Gedenken an die verstorbene Mundart-Dichterin Josefine Wagener-Zeppenfeld fand die Monatsversammlung des Vereins für Orts- und Heimatkunde am Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem Plattdeutschen Kreis der Hansestadt statt.
Unter den Besuchern waren auch Mitglieder der Familie Wagener aus Benzberg, darunter auch der noch in Attendorn geborenen Sohn der Autorin, die den Vorträgen mit großer Anteilnahme zuhörten.
Nachdem Rudolf Hellner als Moderator des Abends Josefine Wagener-Zeppenfeld vorgestellt hatte, ließen sieben Vortragende mit Auszügen aus ihrem Buch „Heymot” das Leben in und um Attendorn Revue passieren, wobei die schwere Kriegs- und Nachkriegszeit sowie Unglücke nicht verschwiegen wurden.
Entstehung der
Vergessenen Straße
Dieter Auert die Verse über den Stadtbrand vor(Dat groute Füer), die Kannegeiters Fine, wie sie in Attendorn genannt wurde, 1984 verfasst hatte: „In Ruuk un Aske versunken woren - Attendoorns Hüser viar tweyhundert Johren - Entsetzen un Truer van Pote tau Pote - Blouß an die geng et verbie: Viergiattene Stroote”. Damit war der Name Vergessene Straße erläutert.
Während die Gedichte vorgetragen wurden, zeigte Ulrich Lingemann dazu passende Fotos aus dem Archiv des Heimatvereins.
Das Buch „Heymot”, dessen Gedichte in den 80-Jahren von Josefine Wagener-Zeppenfeld verfasst wurden, ist noch in einigen Exemplaren beim Heimatverein erhältlich.











