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Tierschau

Zwischen Kaninchen und Zuchtbullen

10.09.2012 | 21:00 Uhr
HüstenerTierschau 2012Foto: Ted Jones

Hüsten.  Auch diesmal war die Tierschau im Rahmen der Hüstener Kirmes eine der beliebtesten Attraktionen. Als Tier und Mensch am Nachmittag abrückten, sollen über 20 000 Besucher zum Spektakel gekommen sein.

Montag, 11 Uhr. Hunderte Menschen jeder Altersklasse strömen aus allen Richtungen mit freudiger Erwartung bei sonnigem Wetter zur Tierschau auf die Wiese hinter der Hüstener Petrikirche. Auch diesmal ist sie im Rahmen der Hüstener Kirmes eine der beliebtesten Attraktionen. Als Tier und Mensch am Nachmittag abrückten, sollen über 20 000 Besucher zum Spektakel gekommen sein.

Die Ausstellung mit Züchtern aus ganz Deutschland zeigte den Besuchern am Montagvormittag eine riesige Artenvielfalt: Vom Zuchtkaninchen und Federvieh über Rassepferd und Ziegenbock bishin zum Zuchtbullen und Kaltblutpferd - alles zum Anfassen nah. „Die große Tierschau ist Tradition und wird jedes Jahr gerne angenommen“, so Giovanni Droste. Er gehört zum Vorstand der Hüstener Kirmesgesellschaft und ist seit zwei Jahren Verantwortlicher für die Organisation der Tierschau.

Vor über 100 Jahren ins Leben gerufen war die Tierschau einst hauptsächlich für den Viehhandel gedacht. Im Zuge des jährlichen Kirchweihfestes zeigten die Bauern aus der Umgebung ihr Tiere und handelten den besten Preis aus. Heute dient die Tierschau als Werbefläche für Züchter und stolze Rassenbesitzer. Neben der Ausstellung von teils seltenen Tierarten wie Lippegänsen oder Waldziegen hatten die Besucher die Möglichkeit, hinter die Kulissen einer Jungtierschau zu blicken. Bevor die Kühe ihren großen Auftritt vor dem Preisrichter hatten, wurden sie beim „Kuhfrisör“ zurecht gemacht.

Tierschau auf Hüstener Kirmes

Mitten im Rummel auch viele Kinder. „Es ist toll, dass unsere Schüler die Tiere so hautnah erleben können“, findet Boris Kramer, Lehrer der Grundschule St. Michael Oberkirchen Westfeld. Als besonderen Service hatte die Kirmesgesellschaft wieder allen Grundschulen im Hochsauerlandkreis die Möglichkeit gegeben, gratis mit Bussen nach Hüsten zu gelangen. Sachkunde am lebenden Objekt stand auf dem Stundenplan.

Die Kinder hatten am meisten Spaß an den kleinen Kälbchen im Streichelzoo. Aber auch die älteren Besucher waren von dem großen Angebot der Tierschau begeistert. Sie fanden Interesse an den restaurierten Oldtimer-Treckern, die teilweise schon über 80 Jahre alt sind, oder genossen den tierischen Ausblick auf althergebrachte landwirtschaftliche Traditionen.

Zwischen Liebhaber- und Zuchttieren konnte auch fachfremdes Publikum Einblicke bekommen, worauf Preisrichter bei Jungtier- oder Zuchtschauen achten oder was das Vieh zum schönsten seiner Art macht. Jederzeit waren die Züchter vor dem Gehege Ansprechpartner bei Fragen rund um das Tier.

Von Marie Neuhaus-Schwermann



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