Zuwanderer gezielt fördern

Arnsberg..  Das Ziel: Arnsbergs Schulen sind in der Lage, die neuzugewanderten Schüler (Seiteneinsteiger) ihrem Sprach- und Beschulungsstand entsprechend individuell zu fördern. Insbesondere die Jüngeren haben eine Chance, im deutschen Schulsystem einen Schulabschluss zu erreichen. Für die älteren Schüler führt eine nach einem halben Jahr einsetzende „duale Ausbildungsvorbereitung“ in der Schule dazu, dass der Übergang in Ausbildung oder in das Berufsbildungssystem auch ohne Schulabschluss gelingen kann.

Sprachförderung ist wichtig

Damit das gelingt, soll die städtische Sprachförderung, die seit vielen Jahren insbesondere die Kinder mit Zuwanderungshintergrund in Grundschulen unterstützt, aufgrund der großen Zahl neuer Schüler ohne deutsche Sprachkenntnisse auch an den weiterführenden Schulen ausgebaut werden.

In Abstimmung mit Schulaufsichten, dem Kommunalen Integrationszentrum HSK und dem Schulamt HSK soll das städtische Bildungsbüro mit Schulen an den folgenden Aufgaben arbeiten: Einheitliches Diagnoseverfahren zur Erfassung des Sprachstands, des Arbeitsverhaltens und weiterer Kompetenzen der seiteneinsteigenden Schüler, Übergänge zwischen Primar- und Sekundarbereich sowie zwischen einzelnen Schulformen, einheitliches Verfahren zur „dualen Ausbildungsvorbereitung“ der 16- bis 18-Jährigen in Kooperation mit Kollegs, Kammern und Arbeitgebern.

Die in 2016 gegründete Arbeitsgemeinschaft „Integration in Kita und Schule“ soll zudem weiterhin den regelmäßigen Wissensaustausch zwischen der Verwaltung und den Flüchtlingsfreundeskreisen sichern. Planungen der Verwaltung sollen frühzeitig kommuniziert und Beteiligungen ermöglicht werden.