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Vandalismus

Zaun-Demolierer auf dem Radweg zwischen Hüsten und Bruchhausen

18.07.2012 | 09:00 Uhr
Zaun-Demolierer auf dem Radweg zwischen Hüsten und Bruchhausen
Der Zaun am Radweg in Bruchhausen wurde demoliert.

Arnsberg.   Die Zaunanlage zwischen Bahntrasse und Radstrecke des Ruhrtalradwegs wurde von Vandalen demoliert. Die hüfthohen Metallgitterzäune wurden aus der Verankerung gerissen. Zaunteile wurden daher mit Kabelbindern notdürftig befestigt.

Der Ruhrtal-Radweg zwischen Hüsten und Bruchhausen ist in einem touristisch wenig werbewirksamen Zustand. So schön der Weg grundsätzlich ist, so erschreckend ist der Anblick der vermehrt von Vandalismus heimgesuchten Zaunanlage zwischen Radstrecke und der Bahntrasse der Verkehrsgesellschaft RLG. Vandalen lassen sich am Zaun aus.

„Letztes Wochenende war es besonders schlimm“, sagt Manfred Schäfer. Bei der Stadt Arnsberg ist er für das Radwegenetz zuständig. Die hüfthohen Metallgitterzäune werden aus der Verankerung gerissen, demoliert und verschwinden auch ganz. „Der Aufwand für die Reparaturen geht inzwischen in den vier- bis fünfstelligen Bereich“, sagt Schäfer, „es hat sich offenbar zu einem Sport entwickelt, den Zaun zu zerstören“.

Der Zaun war in der Planungsphase des vor zwei Jahren offiziell eingeweihten Radweges, der als wichtiger Lückenschluss des Ruhrtalradweges zwischen Hüsten und Alt-Arnsberg gilt, auch von der Stadt nie wirklich gewollt. Die Verkehrsgesellschaft RLG bestand auf den Zaun als Begrenzung zur Bahnlinie. Gut 1,2 Kilometer laufen Bahn und Radweg parallel. Kosten für den Metallzaun: Gut 50 000 Euro. Auch Bruchhausener waren nie glücklich mit dem Zaun, weil er ihnen „gewachsene“ Laufwege über die Gleise hin zu ihren Kleingärten auf der Ruhrwiese versperrte. Ein Übergang wurde schließlich geschaffen.

Vandalismus gefährdet Sicherheit der Radfahrer

Allein für den Abschnitt zwischen Bruchhausen und Hüsten waren damals gut 175 000 Euro in städtischen Haushalt eingestellt worden (rund 123 000 vom Land). Auch für die Unterhaltung des Weges - und auch für den Zaun - ist nun die Stadt bzw. die Technischen Dienste der Stadtwerke zuständig.

Der Vandalismus gefährdet auch die Sicherheit der Radfahrer. Erst in dieser Woche stand ein herausgebrochenes Zaunelement halbschräg in den Weg. Kaum auszudenken, was passiert, wenn hier ein Radfahrer frontal auf eine scharfe Zaunkante fährt. Immer wieder müssen die Mitarbeiter der Stadtwerke raus, um nach Schäden Ausschau zu halten. Und auch die Ruhrtal-Radweg-Ranger sind angehalten, demolierte Zäune zu melden. „Wenn wir die Sicherheit des Weges nicht gewährleisten können, müsste der Radweg im schlimmsten Falle gesperrt werden“, so Manfred Schäfer.

Soweit soll es nicht kommen. Gesucht wird ein Gespräch mit der RLG, wo auf ein Entgegenkommen im Bestehen auf den Zaun gehofft wird. Anzeigen und erhöhte Polizeipräsenz haben bislang die Zaun-Demolierer nicht stoppen können. Bis dahin heißt es flicken. Zahlreiche Zaunteile wurden jetzt mit Kabelbindern notdürftig befestigt, fehlende Elemente durch nicht passende Absperrgitter provisorisch ersetzt.

Martin Haselhorst



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