Winfried Schwingenheuer auf Kapitelsfriedhof beigesetzt

Paderborn..  Prälat Winfried Schwingenheuer, langjähriger Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat und emeritierter Domkapitular, ist am Samstag auf dem Kapitelsfriedhof in Paderborn beigesetzt worden. Zuvor wurden für den Verstorbenen im Hohen Dom zu Paderborn die Exequien gefeiert. Erzbischof Hans-Josef Becker stand dem Gottesdienst vor, die Predigt hielt Prälat Thomas Dornseifer, Nachfolger im Amt des Verstorbenen. Winfried Schwingenheuer verstarb am 20. Mai im Alter von 79 Jahren.

„Wir alle haben einen geschätzten Weggefährten verloren; wir betrauern einen beherzten Seelsorger, Lehrer, geistlichen Begleiter und Prediger“, sagte Erzbischof Becker zu Beginn des Gottesdienstes. Persönlich erinnere er sich an zahlreiche Fahrten, die er gemeinsam mit Prälat Schwingenheuer in die Gemeinden des Erzbistums unternommen habe. „Ich verliere einen treuen Freund und Wegbegleiter“, schloss er. In seiner Predigt sagte Prälat Dornseifer, dass der Verstorbene der „gute Hirte“ gewesen sei, der versucht habe, den Menschen das Bild eines barmherzigen Gottes zu zeigen. „Er hat versucht den Gott zu zeigen, der die Menschen grenzenlos liebt und der für alle da ist, immer und auf allen Wegen.“ Die Fröhlichkeit des Verstorbenen, die man ihm stets habe ansehen können, sei der beste Beweis dafür. Auch sein Primizspruch, der ihm ein Leben lang Richtschnur gewesen sei, habe diesen Glauben wiedergegeben: „Wir wollen ja nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer zu eurer Freude“ (2 Kor 1,24).

Nie Gespür für Realität verloren

Prälat Schwingenheuer habe nie das Gespür für die Realität verloren und habe Situationen stets so annehmen können, wie sie waren, fuhr Prälat Dornseifer fort. „Ich habe ihn ganz selten richtig ärgerlich erlebt, oft aber nachdenklich, dabei die Freude in den Augen nie ganz verlierend“, sagte er. Die Kraft für seinen priesterlichen Dienst habe der Verstorbene auch daraus geschöpft, „dass er ein Mensch war, der den Kontakt zu Anderen suchte, die Gemeinschaft liebte, pflegte und gestaltete“. Besonders kostbar sei Prälat Schwingenheuer seine Familie gewesen: „Gerade in den Jahren nach seiner Pensionierung hat er dies ganz besonders gepflegt.“

Am Ende der heiligen Messe versammelte sich das Metropolitankapitel am Sarg von Prälat Schwingenheuer, um Abschied zu nehmen. Im Anschluss geleitete die Trauergemeinde den Sarg auf dem Weg vom Hohen Dom zum Kapitelsfriedhof. Dompropst Joachim Göbel leitete die Begräbniszeremonie.

Am Vorabend wurde die Totenvesper für Prälat Winfried Schwingenheuer gebetet. Das Metropolitankapitel hatte zuvor den Sarg des Verstorbenen am Paradiesportal des Paderborner Doms in Empfang genommen und ihn in das Gotteshaus geleitet. Unmittelbar vor dem Sarg gehend trug Domkapitular Dr. Thomas Witt den Kelch des Verstorbenen, dessen Birett sowie dessen Stola, die er anschließend auf den Sarg stellte. Dompropst Joachim Göbel stand der Totenvesper vor..