„Wenn alle mitziehen, wächst auch der Zusammenhalt“

Arnsberg..  Für ein sauberes Arnsberg. Dafür macht jetzt die Initiative „Wir in Arnsberg“ (WiA) mobil. Aber nicht etwa mit erhobenem Zeigefinger und unangebrachten Anfeindungen, sondern allein durch Freundlichkeit und nette Worte sollen die schwarzen Schafe unter den Hundebesitzern dazu bewegt werden, stets die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Lieblinge zu entfernen. Im Interesse der Allgemeinheit.

Und dafür gibt es sogar Hilfestellung: Ab sofort sind in allen etwa 60 Geschäften und Betrieben, die der stetig wachsenden Initiative angehören, Kotbeutel erhältlich. Kostenlos. Dabei macht Michael Benfer als 2. Vorsitzender von „Wir in Arnsberg“ deutlich: „Selbstverständlich sind uns alle Hundebesitzer herzlich willkommen und wir wollen auch niemanden vor den Kopf stoßen. Aber wir wollen mit unserer Aktion einen Beitrag zu mehr Sauberkeit im Innenstadtbereich leisten, gerade auch im Hinblick auf den wichtigen Tourismus.“ Und dafür wolle man die Hundehalter mit ins Boot holen.

Allerdings, so Benfer weiter, solle die Bitte nach Kotbeuteln eher die Ausnahme bleiben. Dieses Angebot sei eher für den Fall gedacht, wenn Frauchen oder Herrchen einmal den Beutel zu Hause vergessen hätte. „Dann können unsere Mitgliederbetriebe aushelfen und zugleich kann sich niemand mehr mit einem vergessenen Beutel herausreden.“

Mülleimer fehlen

Denn: Die Randbereiche des Ortskerns wie Twiete, Ruhraue und die Zone um das alte Hallenbad „sind zum Teil schon sehr vermüllt, da sollten wir dann wenigstens im Zentrum ein gutes Bild abgeben“. Daher wäre es auch durchaus angebracht, wenn die Stadt zum Beispiel an Rumbecker und Clemens-August-Straße weitere Mülleimer aufstellen würde. „Es sind bislang viel zu wenig.“

Mit der Aktion will „Wia“ zugleich ein besseres Miteinander im Ortsteil schaffen. „Denn wenn sich viele für einen sauberen Ort einsetzen, dann wachsen der Zusammenhalt und das Verständnis füreinander. Und da wäre es schön, wenn wirklich alle mitziehen. Auch die Hundehalter, denn sie gehören mit ihren Tieren ebenso zum Stadtbild wie alle anderen.“