Weltverbessern fängt vor Haustür an

"Global Playerz" - Punkmusical mit Tiefgang im Sauerland-Theater
"Global Playerz" - Punkmusical mit Tiefgang im Sauerland-Theater
Foto: Stadt Arnsberg
Was wir bereits wissen
Das Kulturbüro Arnsberg sensibilisiert junge Menschen für globale Verantwortung . Ein Punkmusical im Sauerlandtheater macht Mut, die Welt zu verbessern.

Arnsberg..  Das neue Punk-Musical „Global Playerz“ gab jetzt jungen Arnsberger und Gästen im Sauerland-Theater die Gelegenheit, neben rockig-punkigen Livesongs auf jugendhafte Weise mehr über Globalisierung und Verantwortung zu erfahren. Eine Aufführung für alle, die noch glauben, die Welt etwas besser machen zu können.

Das Stück: Die Freundinnen Nia, Skazz und Katey bilden zusammen die Girlie-Pop-Punkband „Playerz“. Als Katey zum ersten Mal Ghana, das Heimatland ihrer Eltern, besucht, werden die drei unversehens in eine Sache globalen Ausmaßes hineingezogen: Armut und Unterernährung auf der einen Erdhälfte, Überfluss auf der anderen? Irgendwie scheint alles zusammenzuhängen. Die „Playerz“ geraten in einen Strudel globaler Vernetzungen und Verstrickungen - und treten an, die Welt zu verändern.

Fakten zur globalen Gerechtigkeit

Das Punk-Musical behandelt globale Zusammenhänge über Hunger, Armut und Lohnausbeutung - und was ein deutscher Durchschnittsteenie dagegen tun kann. Und ja: Da geht was…

Hauptsächlich junge Leute ab zehn Jahren besuchten das bunte-schrille Musical, um Fakten über globale Gerechtigkeit zu erhalten. Dabei wurden sie ermutigt, selbst aktiv zu werden und etwas zu bewirken – und das funktioniert schon in jungen Jahren. „Ich versuche jetzt, weniger Fleisch zu essen, denn einen Tag pro Woche auf Wurst und Fleisch zu verzichten, macht bereits einen Unterschied,“ sagt Lisa-Marie Schulte (12), die das Stück sehr genossen hat.

Schon kleine Dinge, die wir in unserem Alltag ändern, können einen großen Unterschied machen. Allein die Fahrt mit dem Auto zu meiden und mehr mit dem Rad zu fahren, hilft, dass Menschen weltweit mehr zu Essen haben, da so mehr Felder für Lebensmittelanbau zu Verfügung stehen.

Schone kleine Dinge können helfen

Auch die elfjährige Johanna Lockenvitz ist begeister: „Mir hat alles sehr gut gefallen. Jetzt weiß ich mehr über das Thema Globalisierung. Um zu helfen, möchte ich besonders auf das Fair-Trade-Siegel achten, damit ich sichergehen kann, dass Lebensmittel und Kleidung unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden.“

Genau darum ging es den Organisatoren vom Kulturbüro Arnsberg: Sie boten dieses Stück im Rahmen des „Kulturrucksacks“ an, der in diesem Jahr das Motto „Grenzgänger“ trägt. Im Rahmen der anstehenden Projekte und Workshops werden sich Jugendliche mit ihren eigenen ganz tatsächlichen Grenzen, Grenzüberschreitungen und Grenzenlosigkeit künstlerisch auseinander setzen. „Globale Gerechtigkeit scheint uns dabei nur allzu häufig als ein abstrakter Begriff, mit dem sich die große Politik beschäftigen sollte“, so Kirsten Minkel vom Kulturbüro, „das ist für jeden Einzelnen eine persönliche, aber eben vor allen Dingen auch eine sehr bequeme Wahrheit. Im Grunde wissen wir aber auch, dass jeder von uns mit seinen begrenzten Möglichkeiten etwas bewegen kann…“

Die drei Schauspieler des Stücks - Sonni Maier, Susan Lachermund und Marcel Gewehr - hoffen auf viele weitere Stücke, in denen sie Kinder und Jugendliche über ernste Themen informieren und sie ermutigen können, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.