Wellie gewinnt Architekten-Preis

Die erfolgreichen Architekten Margit, Susann und Erich Wellie
Die erfolgreichen Architekten Margit, Susann und Erich Wellie
Foto: WP

Neheim..  Der Bund deutscher Architekten im Bezirk Südwestfalen hat vor Kurzem das Neheimer Architekturbüro Wellie + Wellie mit dem Preis „Auszeichnung guter Bauten 2014“ geehrt. Das sieben Mitarbeiter starke Büro im Binnerfeld erhielt die Auszeichnung für eine architektonische Ensemble-Lösung am Opmünder Weg in Soest. Die Architekten Wellie sanierten dort in den Jahren 2009 bis 2011 einen Altbau und schufen auf dem gleichen Grundstück (etwa 20 Meter entfernt auf dem Areal eines zuvor abgerissenen Gebäudes) zusätzlich einen Neubau, der gestalterisch gut mit dem Altbau harmoniert.

Erstmals um BDA-Preis beworben

Aus Zeitmangel hatte sich das Büro Wellie + Wellie bisher nicht an BDA-Wettbewerben beteiligt. Umso größer war die Freude, auf Anhieb zu den Büros zu gehören, die mit einer Auszeichnung geehrt werden. Insgesamt hatten sich Architekten und Bauherren mit 23 Projekten beworben. Eine vierköpfige Jury sprach zwei Auszeichnungen aus: Neben dem Soester Objekt, das vom Büro Wellie gestaltet wurde, erhielt der von einem anderen Architektur-Büro verantwortete Umbau eines Glockenturms in Lippstadt die andere Auszeichnung. Der BDA-Preis wird alle drei Jahre vergeben. Der Preis 2014 bezieht auf Objekte, die in den drei Vorjahren erstellt wurden.

„Mit der BDA-Auszeichnung auf Bezirksebene haben wir uns automatisch für den Wettbewerb um den BDA-Architekturpreis Nordrhein-Westfalen qualifiziert“, freut sich Erich Wellie über den Erfolg für das Familienunternehmen Wellie. Denn im Büro arbeiten neben dem Architektenehepaar Erich und Margit Wellie auch deren Tochter und Architektin Susann Wellie sowie deren Mann und Bauingenieur Michael Nölle. Hinzukommen drei weitere Mitarbeiter im Büro.

Beim preisgekrönten Soester Gebäude-Ensemble handelt es sich um den Gebäude-Komplex „Kontor 50“, in dem sich im Altbau 1400 qm und im Neubau 750 qm Bürofläche befinden. Investor ist der Soester Stahlhändler Lindenstruth, der mit dem Objekt eine private Kapitalanlage verbindet.

Die Architekten-Jury würdigte bei der Preisvergabe insbesondere die Tatsache, dass das Büro Wellie die Neubau-Fassade mit einer Säulenstruktur versah und somit das gestalterische Säulen-Element am Altbau-Eingang wieder aufgriff. Somit korrespondieren die beiden Gebäude. Erich Wellie schmunzelt über die Assoziationen einiger Soester bei diesem Neubau: „Einige Bürger meinen, dass der beleuchtete Neubau abends wie die Akropolis in Athen wirkt.“

Zum Altbau meint das Preisgericht: „Der Altbau wurde sorgfältig und mit großer Sensibilität bis ins Detail saniert. Die Architekten schaffen es, ein schlüssiges Gefüge zwischen Altbau und hinzugefügtem Neubau zu erstellen. Ein geschickt platzierter Neubau wird mit ansprechenden Freiflächen umrahmt.“