Weiterbau der A46: Alle hoffen auf neue Regierung
30.07.2010 | 08:41 Uhr 2010-07-30T08:41:00+0200
Arnsberg.Der Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen bringt neue Dynamik in die Diskussion um den Weiterbau der A46 zwischen Hemer und Neheim. Sowohl die Gegner als auch Befürworter der Autobahn positionieren sich erneut mit ihren Standpunkten und erhoffen sich Vorteile in den neuen Machtverhältnissen. Die Argumente sind dabei nicht neu.
Während die Autobahngegner den rot-grünen Koalitionsvertrag so interpretieren, dass der noch nicht planfestgestellte Lückenschluss der A 46 nun auf Jahre zurückgestellt wird, empfinden Befürworter wie die Unternehmens-Initiative „Pro A 46“ Rückenwind. Die Initiative beruft sich auf Äußerungen von SPD-Landtagsabgeordneten, die den Weiterbau der A46 im Koalitionsvertrag gesichert sehen. „Die Haltung der SPD zum Lückenschluss macht Mut“, ließ Hubertus Gössling wissen. Der Arnsberger Spediteur ist stellvertretender Vorsitzender von „Pro A46“.
Völlig im Gegensatz dazu stehen öffentliche Äußerungen vom neuen NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Grüne), der meint, „dass der Widerstand gegen das Vorhaben kaum zu überwinden ist“. Remmel verweist auf rechtliche Möglichkeiten der Ausbaugegner. und regt „alternative Netzlösungen“ wie den Ausbau von Bundesstraßen und neuen Ortsumgehungen an. Die seien schneller zu realisieren.
Lückenschluss ist mit höchster Priorität eingstuft
Arnsbergs CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Kaiser warnt hingegen schon vor einem „Lehrstück rot-grüner Gestaltungsverweigerung“. Von am Ende nicht tragfähigen Alternativen hält er nichts: „Damit erweist man Menschen und Natur in der Region angesichts zu erwartender Verkehrssteigerungen einen Bärendienst“, sagte Kaiser am Freitag.
Der Lückenschluss ist im gültigen Bundesverkehrswegeplan im Vordringlichen Bedarf, d. h. mit höchster Priorität eingestuft. „Und da schon mit wesentlichen Planungsarbeiten begonnen wurde, ist die Maßnahme als fest disponiert zu betrachten“, schlussfolgert Gössling, „der schnellen weiteren Planung und dem späteren Baubeginn steht nichts mehr im Wege.“
Entlastung der Ortsdurchfahrten
In weiten Kreisen der betroffenen Wohnbevölkerung entlang der gegenwärtig noch bestehenden „Nadelöhre“, so ist sich „Pro A46 sicher, treffe der geplante Autobahnbau als Entlastung der Ortsdurchfahrten auf große Zustimmung. Die Gründungen der Bürgerinitiativen Pro A 46 in Hemer und Menden dokumentierten den großen Rückhalt des Projektes in der Bevölkerung. Dies sei ein weiterer Beleg für den Willen der Region, die bessere Anbindung für die Wirtschaft im Kreis Soest, im Hochsauerlandkreis und Märkischen Kreis nicht länger zu blockieren, sondern die langjährige Autobahnlücke endlich zu schließen.
Die stadtübergreifende Gruppeninitative gegen die Autobahn 46 hält indes an ihren Standpunkten fest und hält den Weiterbau ab Hemer für überflüssig. „Die Entlastung ist geringer als erhofft, der Preis dagegen hoch“, so die GigA46-Sprecher Stefan Neuhaus und Lothar Kemmerzell. Sie rechnen mit 300 Millionen Euro für 19 Kilometer. Die Gruppeninitiative beklagt, dass die Befürworter der A46 die Gegner des Lückenschlusses „pauschal als ideologisch und dogmatisch diffamieren“.
Was ist mit dem Weiterbau der A445?
Ähnlich diskutiert wird nach dem Regierungswechsel übrigens auch in der Börde, wo der Weiterbau der A445 vom Autobahnkreuz Werl zum Anschluss Rhynern umstritten ist. Die Bürgerinitiative „StoppT A445“ hatte hier schon gejubelt und gehofft, die neue Regierung würde die Planungen des Weiterbaus stoppen. Allerdings kam hier das Signal aus Düsseldorf, dass dies allein rechtlich schon nicht ohne weiteres möglich sei. Werner Reh vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte im Koalitionsvertrag einen Todesstoß für den A445-Weiterbau gesehen. Pressereferent Peter Kummer vom NRW-Verkehrsministerium ließ aber verlauten, dass die Landesregierung die A445 nicht stoppen könne. Auch der Weiterbau der A445 wird vor allem von der Wirtschaft im Sauerland seit Jahren mit Nachdruck gefordert.

09:35
@8 kopper:
Ich hätte erwartet, dass Sie sich mit meinen Argumenten auseinandersetzen. Mit welcher Trassenplanung für die B 7 würden Sie den Höhenunterschied zwischen Hemer und Is-Bilveringsen überwinden, damit im Winter nicht mehr das Verkehrschaos ausbricht? Rechnen Sie mit einem konfliktfreien Planfeststellungsverfahren für neue Ortsumgehungen und breitere Fahrbahnen? Wie stehen sie mit Blick auf den Seilersee zur Vorleistung Iserlohns? Legen Sie nicht immer die alte, abgenudelte Platte auf!
06:38
Besonders erheiternd finde ich die Mitmenschen, die in bzw. auf Ihren Autos Plakate oder Aufkleber gegen den Ausbau der Autobahn zur Schau stellen!
Besonders auffällig ist daran, dass es durchaus die etwas größeren und nicht gerade sparsamen Autos sind, oder das die Autos mit Höchstgeschwindigkeit über Autobahnen und durch Dörfer fahren. Oder ganz gerne mal im Dorf mit dem Auto Brötchen beim Bäcker holen.
So sieht dann also Umweltschutz aus? Und ich hatte immer Sorge das Umweltschutz keinen Spaß macht. Da werde ich ab sofort auch mal mitmachen! Es Lebe der Umweltschutz!!!
Mal im Ernst: Wie kann es umweltschonender sein, wenn die Autos ständig um Stau stehen und Umwege fahren???
Naja liebe Umwelt schützenden Gegner des Autobahnausbaus, wäre es nicht besser ehrlicher zu sein? Ein passender Leitspruch wäre doch:
Lasst uns in Ruhe, wir denken schließlich nur an uns. Kommt uns nicht zu Nahe mit einer Autobahn. Belästigen sie lieber andere Bürger, dass wäre uns dann auch echt egal.
23:10
Schei... Öko-Terroristen. Wenige Immer-Nörgler lassen uns Bürgern ihre Ideologien und Dogmen erleiden und finden mit ihrem hysterischen Öko- und Weltverbesserungsgekeife immer wieder Gehör in der Politik. Sehr zum Leidwesen der Gesamtbevölkerung. Sollen die doch nach Pfefferland auswandern. Wir brauchen die A-46 und auch weitere Autobahnausbauten/Anschlüsse. Und zwar sofort!!
20:23
mein gott wie mann sich nur so aufregen kann ich bin dafür die A46 weiter zu bauen genauso wie die 45 immer durch diese dörfer zu fahren dauert zu lang und mann ist stress freier unterwegs
15:50
Ob Herr Vihrog und andere für den Weiterbau sind, ist ziemlich unerheblich. Die Initiative gegen die Autobahn hat gute Chancen, wenn nötig auf dem Klageweg diese völlig überflüssige Trasse zu verhindern. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur um ein paar Anwohner scheinbar zu entlasten (für die ich sogar großes Verständnis habe) mit all seinen Folgen wie Umweltzerstörung, Dreck und Lärm diese Autobahn durchgeboxt wird. Die Trasse nützt eigentlich niemanden so wirklich. Sie verursacht regional nur mehr Verkehr und Immissionen und die scheinbar entlasteten Ortsdurchfahrten verlagern und verschlimmern letzendlich die Belastungen nur. Daher STOP A46!!
11:46
Der A 46-Weiterbau sei ohne Chance, sagt Minister Remmel. Stattdessen sollen alternative Netzlösungen untersucht werden, wie Ausbau bestehender Bundesstraßen oder neue Ortsumgehungen. Ein Problem kann dadurch nicht gelöst werden: wie führe ich den Verkehr in Hemer aus der Tallage der B 7 hinauf zur Anschlussstelle der A 46 in Iserlohn-Bilveringsen? Hat Stefan Neuhaus von „gegen Lückenschluss“ schon vergessen, wie im letzten Winter sich die LKW bei Eisglätte in Hemer bergwärts auf der B 7 festgefahren hatten, sodass der Verkehr bis Menden zurück staute? Stefan Neuhaus hat auch vergessen, dass Iserlohn als Vorleistung den Seilersee für die Autobahn geopfert hat. Alles umsonst? Mit einem Planfeststellungsverfahren für breitere Ortsdurchfahrten oder neue Ortsumgehungen wird der nächste Bürgerstreit provoziert, und zwar für weitere 40 Jahre.
Herr Vihrog von pro A 46 hat recht, ein Weiterbau der A 46 ist ohne Alternative.
22:13
Da zeigt eine Lobby auf Teufel komm raus seine Muskeln und versucht sich mit Steuergelder
einen satten Vorteil zu verschaffen. Natürlich steht dem größten Schreihals auch noch eine eigene Autobahnabfahrt zu. Und der CDU-Landtagsabgeordnete muß sich natürlich auch wieder mit unheimlich treffenden Sprüchen zu Wort melden, genau so wie zur Arnsberger Finanzmisere. Kaum ist die Bankenkrise einigermassen ausgestanden, kommen die nächsten Lehman Brothers aus ihren Löchern. A46 NEIN DANKE
21:06
Glaubt denn wirklich jemand das dieses ROT-GRÜNE-CHAOS je einem Weiterbau zustimmen wird ? Ich nicht.
18:26
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14:17
Die Autobahn Hemer Arnsberg ist überflüssig. Alle Gutachten haben bisher klar belegt, dass der Schaden und die Belastung der Menschen größer ist als der Nutzen. Nur weil ein paar uneinsichtige Unternehmer und ein paar wirtschaftshörige Politiker den Bau befürworten, sollten sich die Menschen nicht verwirren lassen. Entlastet würden andere Autobahnstrecken. Der Lärmpegel und die Immissionen würden in den betroffenen Gebieten drastisch zunehmen. Der Ausbau der vorhandenen Straßen hätte längst geschehen können. DienTrasse durch Voßwinkel z.B. hätte vielleicht ein paar Autos von der Ortsdurchfahrt weg geholt, aber gleichzeitig das Dorf zerschnitten und riesigen Lärm und Dreck verursacht. Ich schlage vor, dass wir erst mal noch 40 weitere Jahre Planen, oder die Autobahn so bauen, dass alle Befürworter ein Grundstück direkt an der Autobahn bekommen.