Was mit Geld und Herz alles möglich wäre

Wer bei schönstem Wetter so auf dem Kunstrasenplatz mitten auf der Großen Wiese in Hüsten steht und auf dieses wunderbare Sport- und Freizeitareal blickt, wird zu schönen Spinnereien angeregt.


Wäre ich Jugendsporttrainer aus dem Ruhrpott, würde ich mir „meine“ Kinder in die Bullis packen und zum Fußball-, Leichtathletik- oder Schwimm-Trainingslager nach Hüsten zur Großen Wiese fahren. Tolle Sportplätze, ein außerordentlich schönes Schwimmbad direkt vor der Nase, eine Sporthalle, die Finnenbahn, der Solepark, viel Wald und mit Wildwald, Möhne- und Sorpesee tolle Ausflugsziele in direkter Nähe - was willst du mehr? Fehlt das Quartier direkt am Sportplatz, eine Art Jugendherberge mit ein paar Sechser-Schlafsälen, einem Gruppenraum und einer kleineren Terrasse mitsamt Gastro-Kiosk.


Und dann schaust du dich in Hüsten auf der Großen Wiese um und siehst direkt neben dem Platz ein altes verfallenes Haus, über das kürzlich auch im sozialen Netzwerk Facebook emsig diskutiert worden war. Ja, das wäre der Standort. Ideal für ein Quartier für solche Trainingscamps und vielleicht ja sogar für größere Radlergruppen auf dem Ruhrtal-Radweg. Verpflegung? Selbstversorgung oder gar eine Kooperation mit dem Bistro im Nass? Geöffnet nur bei Bedarf und vielleicht ehrenamtlich von einem Verein oder über ein Sozialprojekt getragen.


Tatsächlich, so höre ich auf Nachfrage, sei das Haus dem Verein SV Hüsten von einem stadtbekannten Haus- und Grundbesitzer sogar schon zum Kauf angeboten worden. Der Club aber wollte sich nach der Investition für den Kunstrasen nicht noch mehr ans Bein binden. Verständlich. Ich aber kann mir nicht helfen: Charme hätte so eine Idee. Muss nur einer in die Hand nehmen, der Geld und ein großes Herz für Hüsten und die Große Wiese hat.