Vier Verletzte nach Brand bei Umarex

Vier Verletzte nach Vorfall bei Firma Umarex in Arnsberg-Neheim
Vier Verletzte nach Vorfall bei Firma Umarex in Arnsberg-Neheim
Foto: Feuerwehr
Was wir bereits wissen
Der Waffenhersteller Umarex im Arnsberger Ortsteil Bergheim wurde am Dienstagmorgen erneut von einem Feuer heimgesucht. Bei dem Brand im Bereich eines Beschusskastens waren vier Mitarbeiter verletzt worden.

Bergheim..  Ein erneuter Brandausbruch in den Produktionsstätten des Arnsberger Waffenherstellers Umarex forderte am Dienstagmorgen vier Verletzte. Das Feuer war in einem Beschusskasten in einer der Produktionsbereiche der Firma ausgebrochen.

Ein 58-jähriger Mitarbeiter des Unternehmens zog sich bei dem bei der Schussabgabe in einer Belüftungsanlage entstandenen Brand und einer Verpuffung Verletzungen zu und musste mit dem Rettungswagen in die Unfallklinik Dortmund-Nord eingeliefert werden. Zwei weitere Mitarbeiter erlitten eine Rauchvergiftung, ein anderer Arbeiter verletzte sich am Knie, als er helfend eingreifen wollte.

Feuerwehr hat Brand unter Kontrolle

Beim Eintreffen der Feuerwehr, die bereits durch die Brandmeldeanlage alarmiert worden war, hatten bereits alle Mitarbeiter das betroffene Gebäude verlassen. „Das Feuer hatten wir schnell unter Kontrolle“, sagt Peter Krämer, Sprecher der Feuerwehr Arnsberg. Ausgerückt waren die Hauptwachen Neheim und Arnsberg sowie der Löschzug Neheim. Im Verlauf des Einsatzes war „aufgrund noch unklarer Lage“ auch der Sirenenalarm für die weiteren Löscheinheiten Voßwinkel, Bachum und Neheim ausgelöst worden. „Sie mussten dann aber doch nicht ausrücken“, so Krämer.

Die Feuerwehr setzte nach der Brandbekämpfung Hochleistungslüfter ein, um die Produktionshalle vom Rauch zu befreien. „Die Produktionshalle muss aber gesperrt bleiben“, so Krämer. Auch die Brandermittler verrichteten dort ihre Arbeit, ehe der Arbeitsschutz für die Übernahme der weiteren Ermittlungen hinzugezogen wurde.

Beschussprüfung läuft weiter

„Ein Teilbereich bleibt zunächst dicht“, sagt Olaf Beisheim, technischer Leiter und Geschäftsführer bei Umarex. Die Produktion sei aber nicht groß beeinträchtigt. Für die Beschussprüfungen wird nun vorerst auf andere Schießstände im Haus ausgewichen.

Die Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit mehreren Einsatzfahrzeugen und rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Die letzten Einheiten konnten 90 Minuten nach ihrer Alarmierung wieder in ihre Standorte einrücken.

Bereits am Ostersonntag war der Waffenhersteller Umarex von einem Brand betroffen gewesen. Damals war das Feuer in der Galvanik ausgebrochen und hatte über Wochen hinweg für Einschränkungen in der Produktion gesorgt. Auch das wirkt sich aktuell - zumindest logistisch - im Hause Umarex noch aus. „Die galvanischen Arbeiten sind immer noch an einem anderen Standort ausgelagert“, berichtet Olaf Beisheim, „grundsätzlich läuft der Betrieb aber hier wieder ganz normal“.