Vielversprechendes Konzept

Die Seniorenwohnanlage in der Hellefelder Straße in Arnsberg
Die Seniorenwohnanlage in der Hellefelder Straße in Arnsberg
Foto: WP

Arnsberg..  Ein Konzept, das vielversprechend bleibt: Die Seniorenwohnanlage in der Hellefelder Straße in Arnsberg besteht nun seit zehn Jahren. Und das dank des Vereins „Gemeinsam statt Einsam“ und des Investoren-Ehepaars Thomas und Gertrud Flötotto mit Erfolg.

Die Wohnanlage

Die alternative Wohnform besteht aus 30 Appartements, die zwischen 56 und 76 Quadratmeter groß sind. Durch die unmittelbare Nähe zur Ruhr und den Blick auf das Eichholz, ist die Wohnanlage landschaftlich sehr attraktiv gelegen. Positiv ist hier außerdem die Nähe zur Innenstadt zu erwähnen, die ohne große Schwierigkeiten zu erreichen ist. Der Wohnkomplex zieht sich über vier einzelne Häuser, die durch einen Garten und Rasenflächen miteinander verbunden sind. Und auch ein Gemeinschaftsraum, in dem sich die Bewohner treffen, aber auch Feste feiern können, existiert. Die Wohnungen werden staatlich gefördert. Nur Personen mit einem Wohnberechtigungsschein dürfen sie mieten. Das Belegungsrecht wurde allerdings an den Verein „Gemeinsam statt Einsam“ abgetreten. Eine gute Entscheidung, denn die engagierten Frauen achten nach eigenem Bekunden sehr genau darauf, dass die Bewohner zueinander passen.

Die Bewohner

Zur Zeit leben 40 Menschen in der Wohnanlage, darunter zehn Paare. Sie sind zwischen 50 und 94 Jahre alt. Es ist eine Gemeinschaft, die auf der Hellefelder Straße in Arnsberg entstanden ist. „Der eine hat einen grünen Daumen, der andere einen elektrischen. Die Menschen hier helfen sich gegenseitig und achten aufeinander“, erklärt Vereinsvorsitzende Karola Clarke.

Der Verein hat es sich zum Ziel gemacht, der Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken und ist dabei ausschließlich ehrenamtlich tätig: „Unser Verein ist das Herzstück der Wohnanlage, er hält sie am Laufen“, sagt Karola Clarke. In dieser Gemeinschaft erlebe man eine Atmosphäre des Vertrauens, der Lebensfreude und der Vision für ein selbstbestimmtes Älterwerden - mit Freunden und in den eigenen vier Wänden.

Und genau das sei der springende Punkt, sei das Erfolgskonzept: „Die Bewohner haben in der Hellefelder Straße die reizvolle Kombination aus Distanz und Nähe. Sie wollen trotz ihren Alters selbst bestimmen können, wann sie was machen.“ Das sei der große Unterschied zu einem Altenheim. Möchte man seine Ruhe haben, dann könne man die Tür der eigenen vier Wände einfach schließen. Jederzeit. Der Verein „Gemeinsam statt Einsam“ und das Investorenehepaar habe so schon vor zehn Jahren die richtigen Weichen gestellt, „was heute zukunftsweisend für andere Regionen ist“.