Vertrauen schaffen

Der Wochenmarkt auf dem Arnsberger Gutenbergplatz.
Der Wochenmarkt auf dem Arnsberger Gutenbergplatz.
Foto: WR

Arnsberg..  Der Antrag der SPD auf Einrichtung eines Abendmarktes im Bereich Steinweg/Alter Markt liegt auf dem Tisch, doch dessen Umsetzung dürfte sich nicht ganz einfach gestalten. Dennoch, geht aus der Antwort der Verwaltung im Bezirksausschuss hervor, wolle die Wirtschaftsförderung (wfa) in den entsprechenden Kreisen für Vertrauen in den Marktstandort Arnsberg werben und die inzwischen aufgebauten Kontakte für die Realisierung von Abend- und/oder Spezialmärkten nutzen.

In Gesprächen mit der wfa hätten Händler, die die Wochenmärkte im Stadtgebiet beschicken, zwar ein Interesse am Thema Abendmarkt gezeigt. Aber: Eine Beteiligung daran sei aufgrund der ohnehin schon vorhandenen großen Belastung nur möglich, wenn die Beteiligung an den allgemein üblichen Markttagen - in Arnsberg donnerstags und samstags - zurückgefahren würde.

Und das komme für die Markthändler nicht in Frage, da man den Bestand der Wochenmärkte nicht in Frage stellen wolle. Schließlich würde man sonst die eigene wirtschaftliche Basis gefährden. Für die Grünen-Vertreterin im Bezirksausschuss Verena Verspohl ein ganz wesentlicher Aspekt: „Der bestehende Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz darf auf keinen Fall durch einen Abendmarkt beeinträchtigt werden,“ bezog sie deutlich Stellung.

Auch Ausschuss-Vorsitzende Marie-Theres Schennen (CDU) sieht das Dilemma, in dem die Händler bei einer Beteiligung an einem Abendmarkt stecken würden. Natürlich hätten diese Interesse, seien jedoch schon jetzt stark eingebunden, weil sie nicht nur den Markt in Arnsberg bedienen würden. „Der Zeitdruck der Händler ist einfach extrem hoch. Und das muss man bei allen Planungen berücksichtigen.“

wfa will um Vertrauen werben

Parallel zu den Gesprächen mit den Markthändlern hat die wfa den Kontakt zu den professionellen sogenannten „Spezialmarktveranstaltern“ gesucht. Diese Büros bieten u.a. ein komplettes Veranstaltungs- und Marktkonzept an - auf Wunsch unter einem ganz besonderem Thema. Doch diese, ließ die wfa im Ausschuss übermitteln, setzen auf Standorte, die bereits eine ausreichende Passantenfrequenz vorweisen können.

Diese Kundenfrequenzen seien jedoch im Bereich Alter Markt/Steinweg nicht gegeben. Und damit die Bereitschaft der Veranstalter nur eingeschränkt vorhanden. Allerdings habe man über diese Kontaktschiene bereits einen „Italienischen Markt“ im Rahmen der „Arnsberger Woche“ realisieren können.

Die Wirtschaftsförderer ziehen nun folgendes Fazit aus den bisherigen Gesprächen: Die Entwicklung von neuen Marktideen am genannten Standort ist nur möglich, wenn bei Veranstaltern und Händlern das Vertrauen auf eine erfolgreiche Realisierung und damit ausreichende Kundenfrequenz und entsprechende Umsätze gegeben sind. Und dieses Vertrauen in den Marktstandort Arnsberg wolle man nun wecken.

In der Vergangenheit war bereits durch private Initiative ein normaler Wochenmarkt auf dem Alten Markt eingerichtet worden, hatte sich dann aber nicht durchsetzen können. Gründe dafür waren u.a., so hieß es damals aus Bürgerkreisen, die schlechte Parksituation und der lange Fußweg aus der Neustadt.