Verkehrsversuch in Hüsten erregt weiterhin die Gemüter

Knapp über 100 Hüstener Bürger und Bürgerinnen kamen zur ersten Informationsveranstaltung nach der fünfmonatigen Testphase „Verbot der Durchfahrt Müscheder Weg - Ecke Freigericht“ (Dezember-April) in die Schützenhalle. Foto: Achim Benke
Knapp über 100 Hüstener Bürger und Bürgerinnen kamen zur ersten Informationsveranstaltung nach der fünfmonatigen Testphase „Verbot der Durchfahrt Müscheder Weg - Ecke Freigericht“ (Dezember-April) in die Schützenhalle. Foto: Achim Benke
Foto: Achim Benke

Hüsten..  Es herrschte großer Andrang im Speisesaal der Hüstener Schützenhalle. Knapp über 100 Hüstener Bürger kamen zur Informationsveranstaltung der Stadt. Bekanntgegeben wurden die Ergebnisse des Verkehrsversuchs „Verbot der Durchfahrt auf dem Müscheder Weg - Ecke Am Freigericht“.

Thomas Vielhaber, Leiter Fachbereich Planen-Bauen-Wohnen der Stadt Arnsberg, schnitt kurz die Entwicklung im Arnsberger Ortsteil Hüsten an. „In Hüsten sind in den letzten Jahren andere Verkehrssituationen entstanden. Es wurden Verkehrsregeln aufgehoben und vereinfacht, Verkehre verlagert und Verkehrsstärken sind hinzugekommen“, so Vielhaber. Man werde den Verkehr nicht einstellen können. „Es gab viel Pro und Contra für die kleine Lösung mit der Aufstellung des Verkehrsschildes am Müscheder Weg“, betont Vielhaber.

Viele der Bürger und Bürgerinnen machten ihrem Unmut Luft. Darunter eine Frau aus der Karl-Arnold-Straße: „Wer hatte die glorreiche Idee, so ein Schild aufzustellen. So ein Blödsinn.“ Eine Beschwerde nach der anderen folgte. Die Straße Freigericht sei „eine Buckelpiste mit den Bauminseln“. Hier sei immer Staugefahr. Man solle sie wieder zur normalen Straße ausbauen. Es gebe zudem immer noch den Schwerlastverkehr. Das Parken am Friedhof werde immer schlechter. Einige Straßen seien gefährlich, gerade der Weg zum Kindergarten und zur Schule. Und: Es müsse eine gerechtere Verteilung des Verkehrs geben.

Fahrzeuge aus Müschede, Hachen und Sundern fahren oft über die „Alte Landstraße“, Müscheder Weg und Möthe. Die Gründe für diesen Schleichweg: Man ist fast nur Rechtsabbieger bis Hüsten-Mitte und man muss nicht im Stau an den „schlecht geschalteten“ Ampeln auf der 229n stehen.

Keine 30km/h-Schilder

Die Stadtplaner nahmen viele Anregungen mit ins Rathaus. Darunter: Entlastung des Karl-Arnold-Wegs, Radarkontrollen morgens um 6 und um 21 Uhr, Möthe entlasten, Schwellen am Freigericht entfernen.

Es kam auch die Forderung nach 30 km/h-Schildern. Das lehnte Vielhaber ab: „Dann kommen 300 gleiche Anträge aus dem Stadtgebiet.“ Vielhaber und Plass machten deutlich, dass eine Entscheidung über die Verkehrsführung erst im Bezirksausschuss im September fallen wird. Vielhaber aber gab vorab zu bedenken: „Verkehrsverlagerungen vermeiden keinen Verkehr, sondern verteilen ihn nur.“