Verkauf des Gemeindehauses jetzt verkündet

Ev. Geimeindehaus Fresekenweg
Ev. Geimeindehaus Fresekenweg
Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Die Kirchengemeinde Neheim hat ihr Gemeindehaus an einen Investor verkauft. Vorerst kann das Gemeindehaus noch genutzt werden. Am 22. Februar um 15 Uhr werden die Neubaupläne in Christuskirche vorgestellt.

Neheim..  Die Evangelische Kirchengemeinde Neheim hat ihr Gemeindehaus am Fresekenweg 12 an die Neheimer Firma Emde verkauft. Mit diesem Verkaufserlös kann die Kirchengemeinde den wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des geplanten Gemeindehaus-Neubaus neben der Christuskirche leisten. Hinzukommen noch ersparte Rücklagen.

In den Sonntagsgottesdiensten in der Christus- und Pauluskirche informierten Vertreter des Presbyteriums die Gemeindeglieder jetzt über den Verkauf der Immobilie am Fresekenweg. Zum Verkaufserlös wurden keine genauen Angaben gemacht. Das Presbyterium spricht aber von „einem guten Preis“. Auch hinsichtlich der Kosten für den geplanten Neubau liegen noch keine genauen Angaben vor. Zurzeit wartet die Kirchengemeinde auf die Baugenehmigung. Nach Informationen unserer Zeitung sieht die Verwaltung allerdings kein Hindernis, das der Baugenehmigung entgegenstehen würde. Insofern besteht nicht die Gefahr, dass die Kirchengemeinde ein Haus verkauft hat, ohne im Anschluss ein Neues bauen zu dürfen.

Die Kirchengemeinde war von Anfang an in kontinuierlichem Kontakt mit den Aufsichtsbehörden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Es hat im Vorfeld viele Abstimmungsgespräche gegeben. „Das Bauvorhaben, das eine direkte bauliche Verbindung zwischen Kirche und benachbartem neuen Gemeindehaus vorsieht, ist mit den Interessen des Denkmalschutzes vereinbar.“ Dies hat Pfarrer Dr. Udo Arnoldi immer wieder betont.

Protest ist noch nicht verstummt

Gleichwohl ist der Widerstand von weit über 100 Gemeindegliedern ungebrochen. An der Spitze der Protestbewegung steht Bertram Brökelmann, der mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln den Neubau verhindern will. Brökelmann will - wie andere Gegner des Neubauvorhabens auch - die jetzige Grünfläche neben der Christuskirche erhalten und hätte stattdessen lieber das bestehende Gemeindehaus am Fresekenweg modernisieren lassen.

Hiergegen führt Pfarrer Dr. Udo Arnoldi ein unabhängiges Gutachten des Soester Architekten Andreas Acconci an, das zu dem Ergebnis gekommen sei, dass für einen zukunftsträchtigen (behindertengerechten etc.) Umbau des Gemeindehauses am Fresekenweg - mit gleichem modernen Standard wie im geplanten Neubau - knapp 600 000 Euro (inkl. Einrichtung) aufzubringen seien. Der ursprünglich auf 500 000 Euro geschätzte Neubau neben der Christuskirche soll nach letzten Auskünften von Pfarrer Arnoldi (WP/WR-Bericht vom 21.9.2014) den Betrag von 500 000 Euro um eine niedrige sechsstellige Summe überschreiten.

Die Firma Emde verbindet mit dem Immobilienerwerb am Fresekenweg langfristig den Bau neuer Wohnungen. Bis Ende 2015 stehe der Kirchengemeinde das alte Gemeindehaus am Fresekenweg noch zur Verfügung.

Der Umzug in ein neues Gemeindehaus, so das Presbyterium, solle möglichst bald stattfinden. „Wir sind optimistisch, dass uns das nahtlos ohne Unterbrechung der Gemeindeaktivitäten gelingt“, heißt es.