Vereinsgründung und Anstellung eines Regionalmanagers

Eine „Leader-Konferenz“ hat bereits in Neheim stattgefunden.
Eine „Leader-Konferenz“ hat bereits in Neheim stattgefunden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wohin der Weg des „Leader-Programms“ führt, war am Mittwochabend Thema im Arnsberger Haupt- und Finanzausschuss.

Arnsberg.. Wohin der Weg des „Leader-Programms“ führt, war am Mittwochabend Thema im Arnsberger Haupt- und Finanzausschuss.

Wie berichtet, wurde die gemeinsame Bewerbung der Städte Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade um Aufnahme in dieses weitgehend mit europäischen Förder­mitteln finanzierte Programm erst vor wenigen Wochen von Erfolg ­gekrönt. Doch was genau braucht es, um „Leader-Region“ zu sein?

„Wir wollen das eher niederschwellig regeln"

„Wie geht es weiter?“ hatte die Verwaltung ihren mündlichen Bericht folgerichtig überschrieben – wie folgt: Auf Grundlage des mit der Bewerbung eingereichten Konzeptes gilt es nun, ein Gremium zu be­stimmen, das die künftige Projektarbeit koordiniert. „Wir wollen uns an bereits bestehenden Leader-Regionen orientieren und streben die Gründung eines Vereins an“, erklärt Klaus Fröhlich vom Zukunftsmanagement der Stadt Arnsberg. Aus diesem Verein rekrutiert sich dann eine lokale Aktionsgruppe.

„Wer genau mitmachen kann, gilt es per Vereinssatzung zu bestimmen“, so Fröhlich weiter, „wir wollen das eher niederschwellig regeln.“

Start der Projektarbeit ab 2016

Auch andere Rechtsformen sind denkbar, eventuell ein Zweckverband. Die lokale Aktionsgruppe an der Spitze soll jedoch breit gefächert sein und zu mindestens einem Drittel aus Frauen bestehen – ganz im Sinne einer vielfältigen künftigen Projektarbeit. Eine sehr wichtige Rolle spielt ein(e) Regional-Manager(in), der oder die vom künftigen Verein angestellt werden muss.

Dieser Manager prüft alle Projekte, passt sie gegebenenfalls an und hält engen Kontakt zur Bezirksregierung, um per Antrag an die Fördermittel zu kommen. Davon gibt es in den nächsten Jahren reichlich: Für das bis 2022 reichende Leader-Programm können Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade als Region bis zu 3,1 Millionen Euro, vorwiegend aus EU-Töpfen, abrufen; Voraussetzung ist ein Eigenanteil von maximal 350 000 Euro (bei Vollausschöpfung). Der Managerposten ist also anspruchsvoll: „Wir suchen die Eier legende Woll-Milch-Sau“, meint Fröhlich.