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Contra - Alkoholverbot

Verdrängung

17.11.2011 | 13:56 Uhr
Verdrängung
Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool

Alle schreien nach einer Regelung. Gesucht wird das belastbare juristische Instrument, den Alkoholkonsum von öffentlichen Plätzen der Stadt zu verbannen, als wenn ein Problem der Gesellschaft mal eben per Verordnung aus dem Stadtbild zu entfernen wäre.

Weil „Penner“ und angetrunkene Jugendliche nicht zu einer attraktiven Einkaufsstadt passen, sollen sie an den Rand gedrängt werden. Deren eigentliches Problem aber löst das nicht, da müssen ganz andere Hebel des Systems greifen. Niemanden ist geholfen, wenn die Platz-Trinker zu „anonymen Alkoholikern“ in dunklen Ecken werden. Das schafft nur Sicherheitsprobleme an anderen Stellen.

Und wie sieht es eigentlich aus mit der Konsequenz, wenn Maiwanderer und Brauchtumstrinker durch die Stadt ziehen? Dann wird wieder ein Auge zugedrückt - ist ja Tradition und da sind wir ja alle dabei.

Martin Haselhorst

Martin Haselhorst

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Kommentare
12.04.2012
12:40
Verdrängung
von Altstadtbewohner | #3

Also bitte.
Sie wollen doch wohl nicht allen Ernstes diese überflüssigen Suffköppe mit Maiwanderern vergleichen, die ein Mal im Jahr mit einem Bierfass im Bollerwagen durch die Landschaft ziehen?
Manche haben wirklich ein Glas zuviel getrunken.

30.12.2011
12:46
Verdrängung
von maria123 | #2

Es gibt wohl niemanden mehr der sich des Alkoholproblems in unserer Gesellschaft nicht bewusst ist. Genau wie des Drogenproblems etc.. Aber deshalb muss man sich nicht jeden Tag das Verhalten dieser Leute gefallen lassen. Wir wissen das Sucht eine Krankheit ist die nur vom Süchtigen in Angriff genommen wird wenn sich dieser ihrer bewusst ist und etwas ändern will. Dazu bedarf es einem Leidensdruck der sicher nicht dadurch entsteht das diese Menschen öffentlich ihre Zeit im Zentrum der Fussgängerzone gemeinschaftlich mit Trinken verbringen und durch ihr Verhalten andere Menschen verschrecken ohne Interventionen befürchten zu müssen. Das ganze wird auch noch zum grössten Teil vom Staat finanziert da diese Alkoholiker zum meist nicht in der Lage sind zu arbeiten. Es gibt auch bei uns Suchtberatungsstellen und andere Hilfen. Sie müssen allerdings freiwillig aufgesucht werden.

23.11.2011
15:47
merkwürdige Ansichten
von Deepyello | #1

Also eine normale Maiwandergruppe mit der Gruppe ständig angetrunkener Leute zu vergleichen, die täglich auf öffentlichen Plätzen die Leute belästigen und für ständige Verunreinigungen sorgen, zu vergleichen ist schon ein starkes Stück. Hat der Bürger eigentlich keine Rechte? Immerhin werden diese Plätze vom Steuerzahler finanziert. Das Problem ist ganz einfach, die Politik mal wieder auf der ganzen Linie versagt hat. Lieber bauen wir alle Bänke ab und meinen damit die Probleme zu lösen. Sanktionieren und auch mal durchgreifen, dazu fehlt in diesem Land einfach der Mut.

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