Umzug in Hüstener Provisorium
08.01.2010 | 14:07 Uhr 2010-01-08T14:07:00+0100Arnsberg. In diesem Jahr bekommt Arnsberg eine neue Behörde: Der Landesbetrieb Wald und Holz will jetzt endlich seinen Dienstsitz nach Arnsberg verlegen — rund dreieinhalb Jahre nach der Ankündigung.
Bis Ende Januar ziehen die ersten 30 Forstbeamten in ein Provisorium in Hüsten. Von dort soll der Umzug in die Arnsberger Altstadt erfolgen.
Seit Jahren werden Pläne für den Umzug geschmiedet, immer wieder Ankündigungen gemacht, dass der Bezug einer Immobilie absehbar sei — doch dreieinhalb Jahre, nachdem Umweltminister Uhlenberg verkündete, dass der Landesbetrieb Wald und Holz von Münster nach Arnsberg komme, ist das Projekt immer noch nicht abgeschlossen. Zwar sind einige Mitarbeiter Zentrale an verschiedenen Standorten in Arnsberg angekommen. Doch: Noch immer ist der Landesbetrieb offiziell in Münster angesiedelt.
Schrittweiser Umzug
Zuletzt wurde berichtet, der Umzug solle zum 1. Januar 2010 erfolgen. Aber auch dieses Datum verstrich mittlerweile. Er habe von „Anfang des Jahres” gesprochen”, betonte gestern der Leiter des Landesbetriebes, Frank-Dietmar Richter, im Gespräch mit der WR. Es werde einen „schrittweisen Umzug geben” — und jetzt sei man einen Schritt weiter.
Denn bis Ende Januar werden 30 Mitarbeiter des Landesbetriebes in die ehemaligen Büros der Stadt an der Kurt-Schumacher-Straße einziehen. Dort hatten in den vergangenen Tagen die Maler gewerkelt, jetzt wird die Telefonanlage installiert und die Möbel werden Ende des Monats geliefert. „Aber das ist nur ein Provisorium”, betont Richter. Ziel bleibe es, zügig in ein Gebäude in der Arnsberger Altstadt zu ziehen. Dafür seien die Verhandlungen weit gediehen. Umwelt- und Finanzministerium müssten jetzt die Raumkonzepte absegnen.
Sobald Verträge unterzeichnet und Sanierungen abgeschlossen sind, sollen dann (fast) alle Mitarbeiter von Münster nach Arnsberg ziehen. Das sind heute allerdings nur noch halb so viele, wie noch vor zwei Jahren. Damals arbeiteten 120 Bedienstete in der Zentrale in Münster, in Arnsberg werden es demnächst nur noch 60 sein. Der Landesbetrieb insgesamt hat heute 1007 Mitarbeiter, rund 250 weniger als vor der Reform des Dienstes.
Frank-Dietmar Richter, Chef des Landesbetriebes, ist vor kurzem 65 Jahre geworden — doch auf Bitten der Landesregierung hat er „verlängert”: Bis 2011 läuft nun sein Vertrag. Bis dahin soll er die Reform des Forstverwaltung und den Umzug nach Arnsberg abgeschlossen haben.
„Knallharte Absicht”
Spekulationen, dass der Umzug des Landesbetriebes nach Arnsberg doch noch rückgängig gemacht werden könnte, wenn die Bezirksregierung in Arnsberg bleibt, weist Richter zurück. „Ich weiß zwar nicht, was nach der Wahl im Mai ist, aber eines ist klar: Die Anmietung der Räume ist kein Scheingeschäfte und der Umzug ist knallharte Absicht.”

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