Umfassende Sanierung

Das Haus Husemann am Neumarkt in Arnsberg wird jetzt umfassend saniert und soll zur weiteren Belebung Arnsbergs einen wichtigen Beitrag leisten.
Das Haus Husemann am Neumarkt in Arnsberg wird jetzt umfassend saniert und soll zur weiteren Belebung Arnsbergs einen wichtigen Beitrag leisten.
Foto: WP Ted Jones

Arnsberg..  Das ehemalige Haus Husemann am Neumarkt wird komplett saniert und die Fassade in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz in das Erscheinungsbild aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurückversetzt. Nach den Originalplänen aus dem Jahr 1904. Damit soll dieses wichtige Eingangstor von Ortsteil und Steinweg wieder die ihm zukommende innerstädtische Bedeutung erhalten. Investor ist der Arnsberger Bauunternehmer Andreas Ulrich. Der ursprüngliche Gedanke auf ein Hotel wurde fallengelassen.

Mit einzigartiger Gastronomie

Wichtig ist Investor Ulrich, dass diese Immobilie am wohl attraktivsten Standort des Stadtteils wieder zu einem echten Hingucker und zugleich in den Steinweg integriert wird. Praktisch als ein bauliches Gesamtensemble. „Dies ist bislang nicht der Fall. Aber ich will durch dieses Projekt auch Menschen in diesen Straßenzug bringen, damit alle davon profitieren können.“ Vielleicht als ein Anreiz bzw. Impuls für Investitionen in dortige Bausubstanz und Geschäfte.

„Denn ich bin überzeugt, dass Arnsberg angesichts der vielen öffentlichen und privaten Bauvorhaben wie an Bömerstraße und Sauerland-Museum vor einer guten Zukunft steht.“ Daher, gibt Andreas Ulrich Einblick in seine Pläne, wolle er auch das Haus Husemann „mit viel Liebe“ umsetzen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Unter anderem durch einen Restaurantbetrieb. Und der soll einmal so aussehen: Das jetzige Lokal „Husemann-Keller“ werde in einen schmucken Weinkeller umgestaltet und mit dem Restaurant darüber verbunden, so dass beide eine harmonische Einheit bilden. „Und im Hof des Gebäudes werden wir einen völlig neuen und attraktiven Biergarten anlegen. Damit wird hier eine Gastronomie entstehen,“ sagt Ulrich weiter, „wie sie es im Raum Arnsberg so noch nicht gibt.“ Als ein weiterer Anziehungspunkt, der die Menschen in die Stadt hole.

In dem großen Gebäude werde auch künftig der Verkehrsverein sein Zuhause haben. Angedacht sei zudem eine Massagepraxis, praktisch als Ergänzung zum benachbarten Ärztehaus. Geprüft werde der Einbau eines Fahrstuhls, um Barrierefreiheit zu schaffen.

Alle Arbeiten, so Andreas Ulrich, laufen in enger Abstimmung mit Denkmalschutz und Stadt Arnsberg. Weil auch die Stadt ein sehr lebendiges Interesse daran habe, dass dieses Gebäude wieder der Bedeutung zugeführt werde, die diesem schon allein aus städtebaulichen Gründen zustehe. „Das liegt den Verantwortlichen im Rathaus sehr am Herzen.“

Nach historischen Plänen

Zum von außen sichtbaren Arbeitsvolumen zählen unter anderem die Neuverschieferung des Daches, neue Fenster und die umfassende Sanierung der Fassade. Besonderes Augenmerk liege dabei auf dem Wintergarten mit der großen Glasfront. „Und die ursprüngliche Eingangstür wird originalgetreu nachgebaut.“ Der besondere Clou: Nach Fertigstellung werde das Gebäude durch moderne Lichttechnik in Szene gesetzt.

Damit investiert nach „Meyer und Partner“ aus Neheim (Bömerstraße) und Cornerstone (Brückencenter) ein weiteres Privatunternehmen beträchtlich in die Zukunft des Ortsteils. „Denn Privatinvestitionen,“ sagt Andreas Ulrich, „sind hier leider in der Vergangenheit viel zu wenig erfolgt. Sonst würde es heute zum Beispiel auf dem Steinweg ganz anders aussehen.“ Unter dem Strich befinde sich der Ortsteil Arnsberg aber auf dem richtigen Weg. „Ich glaube an dessen Zukunft, sonst hätte ich hier nicht investiert.“

Abstand genommen hat Andreas Ulrich allerdings von dem auch von der Stadt zunächst favorisierten Gedanken, an diesem „1a-Standort“ ein Hotel einzurichten. „Eine entsprechende Analyse hat jedoch ergeben, dass dieses Objekt nicht mehr als 38 Hotelzimmer ermöglicht. Damit wäre es aber zu klein, um wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können.“