Umarex-Betriebsrat verweist auf „sehr viele gute Jahre“

Neheim..  Der Betriebsrat der Firma Umarex reagierte mit einer Stellungnahme auf die jüngste Berichterstattung über das Unternehmen.

„2014 war ein schwieriges Jahr für die gesamte Belegschaft der Umarex“, schreibt Betriebsrat Guido Wellie. Auf Grund von Markteinbrüchen in den USA und erschwerten Exportbedingungen sei ein großer Teil der Leiharbeiter entlassen sowie seien Zeitverträge nicht verlängert worden. „Dafür wurden 19 Leiharbeiter im Laufe der letzten beiden Jahre in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen“, so der Betriebsrat.

Die Kündigung von sechs Stamm-Mitarbeitern seien auch für den Betriebsrat ein „hartes Brot“. Wellie räumt ein, dass die Mitarbeiter durch die Vorgesetzten eher hätten informiert werden müssen. Die im Bericht genannte „Gutsherren-Art“ könne sich nicht auf die Firmeninhaber, sondern „auf einige Vorgesetzte der mittleren Führungsebene mit Personalverantwortung“ beziehen. „Hier besteht für die Zukunft Handlungsbedarf“, so Wellie.

Der Betriebsrat verweist auf „sehr viele gute Jahre bei Umarex“. Dazu gehörten Prämienzahlungen zum 40-jährigen Betriebsjubiläum oder monatliche Tankgutscheine in Höhe von 40 Euro über zwei Jahre für alle Mitarbeiter (ein Jahr auch für die Leiharbeiter). „Auch alle Lohnerhöhungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurden gezahlt, was bei vielen Firmen längst nicht mehr selbstverständlich ist“, so der Betriebsrat.

In einem offenen Streit mit der IG Metall sehe man sich nicht. Ein großer Teil des Betriebsrates sei Mitglied in der Gewerkschaft.