Überall zu wenig Anmeldungen für dezentrale Sekundarschule
15.02.2012 | 18:30 Uhr 2012-02-15T18:30:00+0100
Arnsberg.Die erforderlichen 75 Anmeldungen für die Einführung der dezentralen Sekundarschule wurde an allen drei geplanten Arnsberger Standorten an den regulären Anmeldetagen dieser Woche nicht erreicht. Stadtweit wurden aber 135 Kinder für die neue Schulform angemeldet. Stadtverwaltung und und der parlamentarische Schul-Arbeitskreis beraten am Donnerstagmorgen, wie mit diesen Zahlen umzugehen ist.
In Neheim waren es 34, in Hüsten 43 und in Alt-Arnsberg 58 Anmeldungen - zu wenig für die ursprünglichen Pläne mit drei Standorten. Der Blick richtet sich dabei jetzt schon nach vorn. Gut denkbar wäre da auch eine Umleitung von Anmeldungen, um zumindest einen Standort für die Sekundarschule einzurichten.

08:09
Guten Morgen Herr Bierwirth!
Für eine gute Sache sollte man aber auch mal als Politiker bis zum Ende kämpfen!
Aber so sind sie, die Sozialdemokraten!
Ähnlich wie bei Hartz IV gilt bei der Arnsberger SPD beim Thema „Gesamtschule“ der Spruch: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“
Dietmar Schwalm
Bekennender Linker
17:22
Ich bin allgemein ein Beführworter der Gesamtschule, aber auch Realist genug, um zu erkennen, der "Bürgerwille" darf nicht beliebig uminterpretiert werden. Und aus dem Abstimmungsverhalten der Eltern der Viertklässler ein Votum für eine Gesamtschule abzuleiten, ist schon ein starkes Stück. Da sagen mehr als 80% aller zur Anmeldung ihres Kindes aufgeforderten Eltern im Stadtgebiet sie wünschen eine konventionelle Schulform (Haupt-, Realschule, Gymnasium ODER Gesamtschule). Wo bitte, leiten Sie da einen klaren Wille zur Gesamtschule ab?
Und wenn man wirklich einen Bürgerwillen abfragte, kämen sicherlich nichtmal 18% Anhänger für eine zentrale Arnsberger Gesamtschule zusammen, wenn den Befragten auch klar wäre, dass dadurch ein Gymnasium (viell. das Franz-Stock-Gymnasium) auf der Strecke bliebe. Warum sieht die zurzeit noch sehr kurzsichtige Linke nicht langsam ein, dass mit der Sekundarschule wichtige Ziele FÜR die Kinder erreicht sind?
09:25
Da kann ich ihnen nur zustimmen Herr Schwalm. Die beste Lösung wäre mit den bisherigen Anmeldungen eine zentrale Sekundarschule einzurichten ( auch die Örtlichkeiten wären dazu geeignet) um dann nächstes Jahr eine Gesamtschule daraus zu konzipieren. Dann kämern automatisch auch mehr Anmeldungen von gymnasialen Schülern die gerne das G 12 hinter sich lassen wollen und dagegen die Vorteile der Gesamtschule nutzen können. Bleibt abzuwarten ob unsere Verantwortlichen dieser guten Entwicklung weiter verschließen wollen.
Außerdem ist es meiner Meinung nach nicht ausreichend nur die Eltern zu befragen deren Kinder kurz vor dem Übertritt stehen. Aussagefähiger wäre es doch wenn ALLE Bürger dieser Stadt eine Meinung kundtun könnten, Denn es geht ja auch um die Zukunft die auch kommende Generationen mit einbezieht.
Warum also sollten nicht auch Schüler in höheren Stufen oder Menschen ohne Nachwuchs die sich um die Bildung Gedanken machen mit einbezogen werd
08:41
Anhand der Abstimmungen wird sich dann herausstellen, ob es durch die neue zentrale Schulform weniger Realschulanmeldungen oder Anmeldungen für das Gymnasium gibt. Und dann könnte man in 2-3 Jahren entweder an den Berliner Platz ziehen (z.B. in das alte Gebäude des ehemaligen Graf-Gottfried-Gymnasiums) oder eben in die Hüstener Realschule.
Ich bin jetzt gespannt auf den „Eiertanz“ der Politik und der Stadtverwaltung, um eine Gesamtschule in Arnsberg zu verhindern.
Ich halte diesen Vorschlag aus dem Volk für sehr konstruktiv. Jedenfalls um Längen besser als alles, was bisher aus dem Rathaus zu diesem Thema zu hören war.
08:40
Im nächsten Schuljahr sollten dann zuerst die Eltern aller Grundschulkinder (1.-4. Schuljahr) befragt werden, welche Schulform sie wählen würden, wenn sämtliche Möglichkeiten in Arnsberg angeboten würden.
Danach müssten die Eltern der 135 ersten Sekundarschüler darüber abstimmen, ob an ihrer neuen Schule auch ein gemeinsames Lernen bis zum Abitur möglich sein sollte.
Das wäre dann wirklich ein ernstgemeintes „Einbeziehen des Elternwillens“!
Und was gäbe es für Lösungen, für das zukünftige Schulgebäude dieser „Sekundar- bzw. Gesamtschule“?
Zuerst müsste der Schulträger in diesem Jahr die Petri-Hauptschule mit der Binnerfeld-Hauptschule zusammenlegen und mit den 135 neuen Schülerinnen und Schülern in dem Hüstener Hauptschulgebäude die neue Schulform beginnen.
08:38
Ich kann meine klammheimliche Freude nicht verbergen, seit ich in der Presse gelesen habe, dass sich die Eltern der jetzigen 4. Schuljahre nicht so verhalten haben, wie es sich die Politik erhofft hatte. Da haben auch die wochenlangen einseitigen Informationen und undemokratischen Abstimmungen nicht viel genützt. Das Volk hat mal wieder „mit den Füßen“ abgestimmt.
Und was machen wir jetzt mit dem Ergebnis, dass „nur“ 135 Eltern in Arnsberg wünschen, in ein Schulsystem zu kommen, dass ein längeres gemeinsames Lernen ermöglicht?
Es wird nun endgültig Zeit, dass die Politiker der „Arnsberger Einheitsfraktion“ endlich über ihren Schatten springen und mit einer zentralen vierzügigen Sekundarschule beginnen, bei der die endgültige Entscheidung, ob an dieser Schule eine Oberstufe eingerichtet wird, vorerst offen gehalten wird.
Im nächsten Schuljahr sollten dann zuerst die Eltern aller Grundschulkinder (1.-4. Schuljahr) befragt werden, welche Schulform sie wählen würden, wenn sämtliche Mög
06:05
Interessant wird es jetzt sein zu sehen, ob es überhaupt noch Eltern geben wird, welche ihren Kindern die Hauptschule zumuten wollen. Drei Hauptschulen wird es bestimmt nicht mehr geben.
Die Realschulen werden unter gleichen Bedinnungen wie im Moment, so viele Schüler aufnehmen müssen wie irgendwie geht, ohne das sie die Vorteile der Sekundarschule nutzen können.
Bleibt zu hoffen das es wenigstens eine Sekundarschule geben wird.
Wie geht das denn? Hauptschüler werden jetzt an den Realschulen angemeldet?
Ich denke, dieses Ergebnis zeigt, dass Eltern sich nicht einfach überrumpeln lassen und schon mehr Infromationen benötigen. Jetzt hoffe ich außerdem, dass man dieses Jahr sinvoll nutzen wird und doch den Gedanken Gesamtschule noch aufgreift.