Treppenförmige Lösung für Sauerlandmuseum

Herzstück der „hanglosen“ Neuplanung für das Sauerlandmuseum ist ein dreistufiger Anbau (im Vordergrund), der den Abhang unterhalb des Landsberger Hofes weitestgehend ausspart. Hier der Blick von der Ruhrstraße aus.Foto:BEZ+Kock/HSK
Herzstück der „hanglosen“ Neuplanung für das Sauerlandmuseum ist ein dreistufiger Anbau (im Vordergrund), der den Abhang unterhalb des Landsberger Hofes weitestgehend ausspart. Hier der Blick von der Ruhrstraße aus.Foto:BEZ+Kock/HSK
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Arnsberg/Meschede..  Eine Treppe als „Stein der Weisen“!? Herzstück der am Mittwochnachmittag im ­Mescheder Kreishaus präsentierten „hanglosen“ Neuplanung für das Sauerlandmuseum ist jedenfalls ein dreistufiger Anbau, der den Abhang unterhalb des Landsberger Hofes weitestgehend ausspart.

Wie berichtet, hat der Stuttgarter Architekt und Planer Martin Bez den Kreispolitikern seine überarbeitete Planung während einer nicht öffentlichen Info-Veranstaltung erläutert. Der Vorschlag „Treppe“ fußt auf zwei Vorstudien der Architekten Bez+Kock und verzichtet, wie aus Kostengründen nötig, auf Hang­bebauung. Allerdings reduziert sich dadurch die Fläche für Ausstellungen und den Multifunktionsraum von ursprünglich 700 auf jetzt 530 Quadratmeter – das sei aber noch ausreichend, sagen die Planer.

Ebenfalls ausreichend wäre das Geld, denn: Der Vorschlag „Treppe“ liegt mit Kosten in Höhe von 12,7 Millionen Euro (inklusive 400 000 Euro Vorlauf) im anfangs geplanten Gesamtinvestitionsvolumen, der Kreisanteil läge unverändert bei knapp sieben Millionen Euro.

„Sollte der Kreistag eine höhere Reserve für Unvorhergesehenes beschließen, könnten sich die Gesamtkosten auf rund 13 Millionen Euro erhöhen“, ergänzt HSK­Pressesprecher Martin Reuther.

Wie Architekt Bez ausführte, „treppt sich“ der künftige Anbau von Süden nach Norden in drei Etappen von der Ruhrstraße hinauf zur Ebene des ersten Unterge­schosses des Landsberger Hofes. Dort verbindet sich der Neubau ­brückenförmig mit dem Altbau.

Neubau-Eröffnung im Mai 2019

Die Hauptbaumasse mit dem Ausstellungssaal befinde sich auf Ebene der Ruhrstraße, von dort aus reduziere sich das Volumen geschossweise über den darüber angeordneten Multifunktionssaal und den wiederum darüber liegenden Ausstellungstrakt mit Brücke, so der Stuttgarter Planer weiter. Von der Klosterbrücke aus über die Ruhr herrsche freie Sicht auf den Landsberger Hof. Die Bauausführung, u.a. Fassade und Fensterflächen, wollen Architekten und Bauherrn im weiteren Planungsprozess verfeinern.

Die Umplanung ermöglicht es, den Landsberger Hof ab Februar 2018 wieder zu nutzen. Der Neubau würde voraussichtlich im Mai 2019 eröffnet werden können.