Tarifkonflikt: SPD redet an der Spitze anders als an der Basis

Streikende Erzieher und Sozialarbeiter. An der Basis zeigt sich die SPD solidarisch – am Kopf sind SPD-Mitglieder die unangenehmsten Verhandler der Arbeitgeberseite. Vorweg, ich freue mich über jede Solidaritätsbekundung für meine Berufsgruppe im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung. Aber wenn bei den Solidaritätsbesuchen und –bekundungen der örtlichen SPD-Funktionäre nur nette Worte gesprochen werden, ist mir das etwas zu wenig.

In der Arbeitgeberverhandlungskommission gibt es nämlich einige SPD-Stadtoberhäupter, die aus meiner Sicht zu den „Hardlinern“ gehören.

Das beste Beispiel ist der der Chef der VKA-Kommission, Jann Jakobs. Der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam ist gelernter Erzieher und Sozialarbeiter sowie bekennender Sozialdemokrat. Da müsste man doch eigentlich davon ausgehen, dass die Verhandlungen sachlich und fachorientiert geführt werden und es im Sinne der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Eltern schnell zu einem Ergebnis kommt.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Verhandlungen waren nach meinen Kenntnissen eine „Farce“. Die Arbeitgeber haben die Verhandlungen nur hinausgezögert.

Viel verhandelt wurde daher nicht und der Umgang mit der Arbeitnehmer-Verhandlungskommission war nicht so, wie man sich einen Umgang unter erwachsenen Menschen vorstellt.


Das gehört für einen Sozialarbeiter zum Grundwissen! Der Sozialarbeiter Jakobs scheint diese aber irgendwie verlernt zu haben.

Also Genossen und Genossinnen von der örtlichen SPD, nette Worte an die Streikenden sind okay, besser wären aber massive böse Worte an die eigenen Genossen in der Verhandlungskommission