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Streit und Prügelei zwischen Autofahrern

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Arnsberg. Ein solches Verhalten im Straßenverkehr sehen die Strafverfolgungsbehörden überhaupt nicht gern und reagieren bei Schlägereien - ausgelöst durch rowdyhaftes Benehmen auf der Straße - gewöhnlich recht streng. Doch jetzt kam ein 41-Jähriger mit einem „blauen“ Auge davon - das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Show-down an Tankstelle

Nach dem Vorwurf der staatsanwaltschaftlichen Anklage vor dem Amtsgericht soll der Produktionshelfer aus Niedereimer Mitte Juli 2014 eine Körperverletzung begangen haben, nachdem es zwischen ihm und einem weiteren Pkw-Fahrer auf der Hüstener Straße in Höhe der dortigen Aral-Tankstelle zu verkehrsbedingtem Fehlverhalten gekommen war.

Beide waren damals mit ihren Autos auf der Hüstener Straße in Richtung Arnsberg unterwegs. Vor der Einmündung zum Schreppenberg soll der Angeklagte den Geschädigten, der die dortige Linksabbiegerspur befuhr, über die Spur des Gegenverkehrs überholt und dann unmittelbar vor ihm nach links abgebogen sein. Dadurch bedingt und um eine Kollision zu vermeiden, habe der Überholte stark bremsen müssen.

Beide Pkw fuhren unmittelbar danach auf das Tankstellengelände, wo sich die Kontrahenten ein heftiges Wortgefecht lieferten, in dessen Folge der Angeklagte seinem Gegenüber mit der Faust ins Gesicht schlug und außerdem versuchte, ihn zweimal zu treten. Ein Tritt traf das Opfer am Oberschenkel. Der Geschädigte litt in Folge mehrere Tage an Ohrenschmerzen und gab vor Gericht an, im Anschluss an dieses Verfahren noch eine Zivilklage um Schmerzensgeld anzustreben. Sein verletztes Ohr hatte er damals übrigens per Handy fotografiert und legte nun dem Gericht das Bild als Beweismittel vor.

Angeklagter entschuldigt sich

Weil sich der Angeklagte unter anderem unmittelbar vor dem Prozess entschuldigt hatte, regte die Richterin schließlich eine vorläufige Einstellung des Verfahrens an - gegen eine Geldbuße in Höhe von 300 Euro und die Zahlung eines Schmerzensgeldes in selbiger Höhe für den Geschädigten, was so eine Zivilklage erübrigte.

Günstig davongekommen

Die Richterin machte dem 41-jährigen Heißsporn klar, dass er damit recht günstig davonkommen werde, denn bei derartigem Verhalten könne es durchaus auch zu einem Entzug der Fahrerlaubnis kommen. Daraufhin nahm der 41-Jährige die vorläufige Einstellung an. Und das bedeutet: Hat der Angeklagte die Auflagen erfüllt, wird das Verfahren gegen ihn endgültig eingestellt und er erhält keine Eintragung wegen Körperverletzung im Bundeszentralregister.

Klaus Lindner

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Streit und Prügelei zwischen Autofahrern
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2015-01-24 00:11
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