Steueraufkommen deutlich gestiegen

Arnsberg..  Das Steueraufkommen des Finanzamtes Arnsberg ist von 583,1 Mio. Euro in 2013 auf 642,9 Mio. Euro in 2014 gestiegen, um 10,26 Prozent. Damit liegt das Amt deutlich über dem Landesschnitt von 3,27 Prozent.

Ein wesentlicher Grund für den Anstieg des Gesamtsteuervolumens, erklärte Amtsvorsteher Hans-Jürgen Marx bei der Präsentation des Zahlenwerks 2014, liege im Aufkommen der Umsatzsteuer. Hier schnellte die Summe von 177 Mio. Euro (2013) auf satte 212,4 Mio. Euro (+19,94%). „Weil viele Firmen umstrukturiert haben und damit nun von uns veranschlagt werden. Zuvor mussten sie ihre Steuern in anderen Ämtern abführen.“

Aber auch die Erbschafts- und Schenkungssteuer ist erneut deutlich angestiegen - auf 112,8 Mio. Euro. Diese Steuer wird in Arnsberg für das gesamte Südwestfalen bearbeitet.

Neue Regelungen

Marx wies zudem noch einmal auf für Steuerzahler relevante Änderungen hin. Unter anderem:

- Der Grundfreibetrag für 2014 steigt von 8130 auf 8342 Euro im Jahr und pro Person.

- Für eintägige Dienstreisen mit einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden können nun 12 statt 6 Euro als Werbungskosten angesetzt werden. Bei einer Abwesenheit von 24 Stunden werden 24 Euro berücksichtigt.

- Wer Mehraufwendungen für eine berufsbedingte doppelte Haushaltsführung hat, kann die tatsächlich entstandenen Kosten für die Nutzung der Wohnung - unabhängig von deren Größe - bis zu 1000 Euro/Monat geltend machen.

- Für Bürger, die 2014 Rentner geworden sind, beträgt der Besteuerungsanteil für die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung 68 Prozent. Damit bleiben in 2014 32% der vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Beträgt die monatliche Rente bei Alleinstehenden nicht mehr als 1225 Euro, fällt keine Steuer an. Bei Verheirateten verdoppelt sich dieser Betrag.

Die Bearbeitungszeit von Steuererklärungen beträgt im Arnsberger Amt zwischen fünf Wochen und sechs Monaten. Je nach Komplexität des Falls und der Vollständigkeit der Unterlagen kann es auch schneller gehen oder länger dauern. „Besonders in der heißen Phase von April bis Juni,“ so Hans-Jürgen Marx.