Stadt warnt vor Gehweg-Schäden
15.01.2010 | 07:00 Uhr 2010-01-15T07:00:00+0100
Arnsberg. Vor „Gehwegschäden” wird jetzt vielerorts im Arnsberger Stadtgebiet gewarnt. Seit Anfang dieser Woche hat die Stadtverwaltung an vielen Gehwegen Schilder aufgestellt, damit Bürger nicht über lockere Gehwegplatten stolpern.
Durch Schnee, Eis und Matsch hat sich im Untergrund der Pflastersteine deutlich mehr Feuchtigkeit gebildet, die den Boden ausgedehnt hat und nun Platten hochdrückt. „Auch in den nächsten Tagen werden noch weitere Warnschilder an Gehwegen hinzukommen, die unsere Straßenaufseher noch nicht kontrolliert haben”, berichtete gestern auf WP-Anfrage der Straßenbau-Chef der Stadtwerke, Wolfgang Schomberg.
Er ließ keinen Zweifel daran, dass die Stolperfallen beseitigt werden. Dies müsse die Stadt aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht tun. Allerdings mache es keinen Sinn, mit diesen umfangreichen Arbeiten jetzt - bei Frost, Eis und Schnee - zu beginnen. Da müsse es erst mal deutlich wärmer werden.
„Höhere Außentemperaturen, die den Feuchtigkeitsgehalt im Boden senken, führen auch dazu, dass sich der Boden wieder mehr zusammenzieht und auch die Gehwegplatten wieder mehr Halt bekommen”, erklärte Schomberg weiter. Dadurch würden sich dann auch die anstehenden Instandsetzungskosten reduzieren.
Wolfgang Schomberg sah im Übrigen nicht die Gefahr, dass Straßenanlieger jetzt nicht mehr die Gehwege räumen, weil ja Warnschilder aufgestellt wurden. Auf die WP-Frage, ob sich ein nicht schneeräumungswilliger Hauseigentümer im Schadensfall damit rausreden könne, der Passant sei nicht ausgerutscht, sondern über eine losen Pflasterstein gestolpert, wollte Wolfgang Schomberg nicht näher eingehen. „Dies ist ein juristische Frage, die Juristen zu klären haben”, meinte Schomberg.

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