Stadt-Schützenfest stiftet Identität für alle Arnsberger

40 Jahre hat es gedauert, bis nun das erste Arnsberger Stadt-Schützenfest gefeiert wird. Initiator für dieses Fest waren nicht die Schützen selbst, sondern Bürgermeister Vogel, der durch ein stadtweites Schützenfest die Stadt Arnsberg als kommunales Gebilde im Bewusstsein der Bürger stärker verankern möchte. Die Schützen sind im Stadtgebiet in ihren Strukturen der 1975 erfolgten Kommunalreform nicht gefolgt. Für sie gibt es noch Stadt- und Amtsoberste - in Anlehnung an die frühere Stadt Neheim-Hüsten, die alte Stadt Arnsberg und die früheren Ämter mit den angeschlossenen Amtsgemeinden.

Für das neue Stadtschützenfest Arnsberg soll kein neuer Stadt-Schützenbund als Träger der Veranstaltung gegründet werden. Vielmehr soll alle drei Jahre abwechselnd ein im Arnsberger Stadtgebiet ansässiger Verein, der regelmäßig Schützenfest feiert, das Stadt-Schützenfest ausrichten. Auf eigenes finanzielles Risiko. Die Stadt springt nicht ein, wenn es bei der Festabrechnung ein Minus gibt. Die Stadt unterstützt allerdings - wie auch bei anderen Ortsschützenfesten - im üblichen ordnungsrechtlichen Rahmen das Fest. Au-ßerdem stiftet die Stadt - mit Hilfe eines Sponsors - die Kette des neuen Stadt-Schützenkönigs.

Den Herdringer und Holzener Schützen kann man für die Ausrichtung des 1. Stadtschützenfestes herzlich danken, denn die beiden Vereine haben hier viel ehrenamtliche Arbeit zu leisten. In Herdringen werden wohl knapp 2000 Menschen feiern, wobei - wie auch in Holzen - neben den Vereinsabordnungen auch jeder interessierte Bürger als Gast willkommen ist. Das Stadt-Schützenfest wird mit vielen interessanten Small Talks unter Schützen verbunden sein, die sich ansonsten auf Stadtebene eher weniger sehen. So bildet das Stadtschützenfest auch eine Ideenbörse für die Ortsschützenfeste. Es ist eine stimmungsvolle Feier zu erwarten, die die Bewohner der Stadt näher zusammenrücken lässt und Identität für alle Arnsberger stiftet. Richtig so.

Ein Kommentar von Martin Schwarz