Sponsorensuche kann auch zum Spießrutenlaufen werden

Netzwerke. Ich lese sehr gerne ihre Glossen im Arnsberger Teil und musste stets schmunzeln oder zustimmend nicken. Nur heute leider nicht. Sie schrieben davon, wie leicht es wäre, durch ein gut funktionierendes Netzwerk, Sponsoren zu bekommen oder freiwillige Helfer, die mitmachen bei Projekten jedweder Art. Ich habe in den vergangenen Wochen eine andere Erfahrung gemacht, die mich häufig erstaunt zurückließ.

Nun, worum geht es? Ich habe mich bereit erklärt, als Mutter beim diesjährigen Abijahrgang des St.Ursula-Gymnasiums zu helfen, an Sponsoren zu kommen, die unsere Abizeitung mit einer Anzeige unterstützen. Diese Aufgabe habe ich gerne übernommen, da ich sehr häufig in den Neheimer Geschäften einkaufe. Daher war ich positiv gestimmt, recht viele Sponsoren zu finden.

Es wurde ein Spießrutenlaufen. Am meisten enttäuscht war ich von den Geschäftsinhabern, denen ich wirklich jahrelange treue Kundin war, nur lapidar zu hören: „Bei sowas mache ich grundsätzlich nicht mit.“ Das ist eine Aussage, aber es wurde gar nicht erst nachgefragt, was es kosten würde. Wie schwer haben es da erst die Schüler, die jedes Jahr auf Suche nach Sponsoren gehen?

Andere Erfahrung auf anderem Kanal: Ich habe dann angefangen, große Firmen im Unkreis per Mail anzuschreiben. Da gab es dann sehr wenig bis gar keine Resonanz. Auch nicht von den Firmen, die eigentlich bei den Abiturienten Auszubildende

rekrutieren könnten. Aber am meisten geärgert hat mich die Tatsache,

dass man noch nicht mal eine Antwort bekam. Das ist für mich eigentlich das oberste Gebot der Kommunikation, dass man jemanden, der freundlich um etwas anfragt, zumindest einen Zweizeiler wert ist.

Zuerst dachte ich, dass meine Mails alle im Spam gelandet sind, bis ich doch tatsächlich von einer Firma plötzlich Antwort erhielt „Ja, wir machen mit, senden sie uns die entsprechenden Unterlagen“. Leider waren das dann nur drei Firmen von mindestens 30, die angeschrieben wurden.