Sorpesee verkommt zur Müllkippe

Der Ruhrverband schlägt Alarm: Am Sorpesee sind illegale Feuerstellen und „wildes“ Grillen an der Tagesordnung – und überall wird achtlos Müll hinterlassen.
Der Ruhrverband schlägt Alarm: Am Sorpesee sind illegale Feuerstellen und „wildes“ Grillen an der Tagesordnung – und überall wird achtlos Müll hinterlassen.
Foto: WP

Sundern..  Der Ruhrverband schlägt Alarm: An den großen Talsperren im Sauerland, die der Wasserversorger betreibt, häufen sich derzeit Ordnungswidrigkeiten – illegale Feuerstellen und „wildes“ Grillen sind an der Tagesordnung – überall wird achtlos Müll hinterlassen.

„Sommerzeit ist Müllzeit“ lautet die traurige Bilanz nach der ersten längeren Hitzeperiode dieses Jahres. Als „besonders gravierend“ bewertet Markus Rüdel die aktuelle Situation am Sorpesee: „Dort wurden ganze Abschnitte an den Ufern zu Partymeilen – mit den entsprechenden Hinterlassenschaften“, ärgert sich der Verbandssprecher.

Kosten trägt die Allgemeinheit

Die Tatsache, dass sich (relativ) wenige Mitbürger daneben benehmen, kommt letztendlich alle teuer zu stehen: „Der Müll beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit der Talsperre, muss deshalb eingesammelt oder aus dem Wasser gefischt werden – und verursacht Kosten, die am Ende auf die Allgemeinheit umgelegt werden“, rechnet Rüdel vor.

Besonders problematisch seien achtlos weggeworfene Glasflaschen: Deren Scherben gefährden nicht nur die Mitarbeiter des Talsperrenbetriebs beim Aufräumen, sondern auch spielende Kinder.

Wer erwischt wird, kann übrigens schon einmal sein Porte­monnaie bereit halten: Abfälle außerhalb der vorgesehenen Behälter zu entsorgen, ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Geldbußen geahndet.

Während das Müllproblem noch einigermaßen in den Griff zu bekommen ist, bedeutet das illegale Feuer machen oder Betreiben von Grills außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze eine echte Bedrohung für die Wälder rund um den Sorpe-Stausee – Waldbrandgefahr.

Zwar hat es in den vergangenen Tagen ab und an geregnet, doch in den Wäldern ist es – nach der langen Hitzeperiode – noch immer extrem trocken.

Darum genügt oft bereits ein Funke, um auf den staubtrockenen Böden einen Brand zu entfachen.

Appell an alle Talsperren-Besucher

„Dennoch stoßen die Revier­förster des Ruhrverbands immer wieder auf illegale Feuerstellen rund um die Talsperren“, erklärt Markus Rüdel – und appelliert eindringlich an alle Besucher, sich „verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll zu verhalten“.