„Sommergelee“ eröffnet klassisch

Neheim..  Unter dem Titel „Kinderwelt und junge Liebe“ steht am heutigen Freitag der Konzertauftakt zur diesjährigen Neheimer Kunstwoche „Sommergelee. Das Motto der mehrtägigen Kulturveranstaltung vom der Künstlergemeinschaft „Der Bogen“ vom 19. bis 26. Juni lautet in diesem Jahr „Dichter dran“.

In einem klassischen Liederabend stehen zum Auftakt ganz besondere Werke auf dem Programm. Francis Poulenc, Leonard Bernstein und Modest Mussorgski – drei Komponisten, ein Thema.

Voller Fantasie und Finesse

Wie sehen Kinder und Jugendliche die Welt, die Erwachsenen so normal scheint? Nachdenklich, chaotisch und immer voller Fantasie und Finesse präsentieren die beiden jungen Künstlerinnen Christine Ihle und Yevgeniaya Schott drei Liederzyklen, wie sie vielfältiger nicht sein können. Lieder aus Schweden, Russland, Norwegen und Dänemark bereichern den Abend mit ihrem ganz eigenen Klang des Nordens. Mit Moderation wird durch den Abend geführt und auf die Inhalte der Werke eingegangen. Alle Lieder erklingen in der jeweiligen Originalsprache.

Christine Ihle, 1988 geboren, bekam ihre erste musikalische Ausbildung an der Musikschule HSK. Zwischen 2007 und 2014 studierte sie Instrumentalpädagogik mit den Fächern Gesang, Gitarre und Elementare Musikpädagogik an der Musikakademie Kassel. Sie besuchte Meisterkurse von Dozenten aus Deutschland, Amerika und England. Ihr Studium schloss sie mit drei Diplomen ab. Sie ist in mehreren Formationen als Sängerin aktiv und ist im Jazz, Pop und in der Klassik zuhause. Seit 2012 unterrichtet sie in der Musikschule Kassel die Fächer Gesang, Gitarre und Elementare Musikpädagogik.

Tanzperformance von Manuel Quero

Weiter geht es am Samstag, 20. Juni, um 20 Uhr mit einer Tanzperformance von Manuel Quero und einem Konzert der „Eiflers“. Quero, der in den letzten Monaten durch seine spanischen Abende und die Rolle am Teatron in Arnsberg Furore gemacht hat, nimmt sich ein neues Stück von A.J. Weigoni und Tom Täger vor. Elemente von Lyrik und elektronischer Musik werden zur Grundlage einer kontemplativen Körperperformance, die es so sicher noch nicht gegeben hat. Quero, der in den vergangenen Jahren auf allen wichtigen Tanzbühnen dieser Welt gespielt hat, lässt sich dieses Mal sehr intuitiv auf den Klang der Sprache ein, von der Rhythmisierung und Verschiebung der Musik inspirieren und unterlegt dies mit seiner speziellen Körpersprache. Das Stück wird abgerundet mit einem anschließenden Konzert.

Hintergründiges Spiel

Am Sonntag um 17 Uhr stellt Angelika Janz ihre Textbilder unter dem Titel „Sofokles kann jederzeit Fontane benachrichtigen“ aus. Dabei treibt Janz ein hintergründiges Spiel mit Textfragmenten, welche durch Worte und Buchstaben ergänzt werden. Zuweilen bleibt dem Betrachter mitten im Lächeln dabei eben dieses im Halse stecken.

Am Montag, 22. Juni, schließt sich um 20 Uhr ein Abend der Lyrik „Dichter DRAN“ an. Eingeladen wurden Angelika Janz, Holger Benkel, Susanne Ulmke und Karl Hosse. So entsteht ein Bild zur aktuellen Lyrik. Holger Benkel wird aus seinem gerade erschienenen Gedichtband „Seelenland“ lesen.