Solarenergie Thema auf Messe „Bauen & Energie“
17.10.2011 | 13:00 Uhr 2011-10-17T13:00:00+0200
Arnsberg. Angesichts steigender Energiekosten und erhöhten Umweltbewusstseins setzen immer mehr private Hauseigentümer sowie Firmen auf selbst produzierte Solar-Energie. Dieser Trend wurde auf der Messe „Bauen & Energie“ in Hüsten deutlich.
Zu den 54 Messe-Ausstellern gehörte auch Ralf Stecken, Inhaber des gleichnamigen Hüstener Betriebs für Solar- und Haustechnik. „Im Solarbereich haben sich in den vergangenen Jahren die Umsätze verdoppelt“, berichtet Stecken. Die sehr gute Auftragslage habe auch dazu geführt, dass die Belegschaft stark zunahm. „Vor fünf Jahren waren fünf Leute im Betrieb, heute sind wir 14“, sagt Stecken.
Aufgrund neuer Technologien seien Solar-Anlagen mittlerweile auch für Häuser mit so genannten Schwachlicht-Bereichen interessant. Selbst für Dächer mit Ost-, West- oder gar Nordausrichtung könne heute eine Solar-Anlage lukrativ sein, denn es komme nicht unbedingt auf das direkt strahlende Sonnenlicht, sondern zunächst einmal auf das Tageslicht an.
„Solar-Dünnschicht-Module können Sonnenenergie auch gut im Schwachlicht-Bereich nutzen und sind heute preislich vergleichbar mit den kristallinen Modulen in alten Photovoltaik-Anlagen“, so Stecken. Mit Blick auf Amortisationszeit und Wirtschaftlichkeit einer neuen Solar-Anlage präsentiert Stecken eine Faustformel für das heimische Sauerland: „Wer für die Anschaffung und Montage einer Solar-Anlage auf einer etwa 70 qm großen Dachfläche eines Einfamilienhauses rund 15 000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) bezahlt, wird in 20 Jahren Strom im Wert von mindestens 30 000 Euro erwirtschaften.“ Die bei der Anschaffung gezahlte Mehrwertsteuer erhalte der Investor später über die Steuererklärung wieder zurück, denn der Hausherr rangiere jetzt steuerlich als Stromproduzent. Auch wenn man die Versicherung der Anlage (u. a. gegen Hagelschlag) und zwischenzeitliche Reparaturen einkalkuliere, bleibe immer noch ein deutlicher Gewinn. Diese für Kunden lukrative Gegenüberstellung von Einnahmen (Stromeinspeisungen ins Netz) und Ausgaben (Anschaffung) bescheren den verschiedenen Anbietern von Solaranlagen im heimischen Raum manche Kunden.
Daher war es nicht verwunderlich, dass angesichts des Bedeutungsgewinns des Themas Energie die jetzige 14. Messe nicht mehr „Bauen & Wohnen“, sondern „Bauen & Energie“ heißt. Der Energieberater der Verbraucherzentrale, Dr. Johannes Spruth, wies bei der Messe-Eröffnung beim Thema Energie aber auch auf baulichen Wärmeschutz sowie Sanierung alter Heizungsanlagen hin. Auch hierüber informierten Messe-Aussteller. Bürgermeister Vogel betonte den wirtschaftlichen Aufschwung für Handwerksbetriebe, den energetische Erneuerungen, aber auch Umbauten für altersgerechtes Wohnen mit sich bringen.

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