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Signale für Erhalt des Kindergartens in Wennigloh

13.02.2012 | 16:54 Uhr
Signale für Erhalt des Kindergartens in Wennigloh
Auch die Wennigloher Kinder - hier bei der Branschutzerziehung im „Sonnenland“ - hoffen auf den Erhalt des Kindergartens.

Arnsberg.   Schicksalsstunde: Am Dienstagabend entscheidet der Stadtrat über die weitere Zukunft des Wennigloher Kindergartens „Sonnenland“. Die beiden Alternativen lauten Schließung zum 31. Juli oder Übernahme in städtische Trägerschaft.

Schicksalsstunde: Am Dienstagabend entscheidet der Stadtrat über die weitere Zukunft des Wennigloher Kindergartens „Sonnenland“. Die beiden Alternativen lauten Schließung zum 31. Juli oder Übernahme in städtische Trägerschaft.

In Wennigloh jedenfalls herrscht verhaltener Optimismus, den Kindergarten als letztes öffentliches Infrastrukturangebot erhalten zu können. „Das ist für unseren Ort schon lebenswichtig,“ findet Bezirksausschussvorsitzender und Stadtrat Peter Blume (CDU). „Denn ohne ein solches Angebot wird es kaum gelingen, junge Familien zum Zuzug zu bewegen. Dafür fehlt dann jegliche Motivation.“

Blumes Zuversicht, ein für das Höhendorf gutes Abstimmungsergebnis im Stadtrat zu erzielen, also die Schließung zu verhindern, rührt aus vielen Gesprächen, die er mit seinen Fraktionskollegen im Stadtrat zu diesem Thema geführt habe. „Deshalb rechne ich damit, dass es am Dienstagabend eine Mehrheit für den Erhalt geben wird.“

Elterninitiative gründen

So wie sein sozialdemokratischer Bezirksausschuss-Kollege Willi Ricke: „Ich gehe keinesfalls davon aus, dass der Erhalt unseres Kindergartens an der SPD scheitern wird.“ Im Gegenteil, auch er habe positive Signale aus seiner Ratsfraktion vernommen. „Und wenn das bei der CDU ebenso ist, dann wird das schon werden.“

Schließlich sehen die beiden langjährigen Kommunalpolitiker eine Chance, den Kindergarten langfristig zu erhalten. Und das auch durchaus kostengünstig. „Was zum Beispiel in der ,Bärenhöhle’ in Hüsten funktioniert, wird mit Sicherheit auch bei uns in Wennigloh möglich sein,“ sagt Blume. Nämlich das Einbinden einer Elterninitiative mit dem Ziel, die finanziellen Belastungen der Kommune zu senken. Doch dafür benötige man ausreichend Zeit, „um ein solides, klar strukturiertes Fundament zu schaffen. Und das, da bin ich mir sehr sicher, werden wir in Wennigloh hinbekommen“. Deshalb sei er auch mit dem plötzlichen Zeitdruck nicht ganz glücklich. „Schließlich kann man eine Elterninitiative nicht in 14 Tagen aus dem Boden stampfen.“

„Das kommt nie wieder“

Zudem geht Peter Blume davon aus, dass sich die Kinderzahl in Wennigloh auf einem „stabilen Niveau“ einpendeln wird. Zumal der Rückgang der Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren auch mit Differenzen zwischen Eltern und Kindergartenleitung zu tun gehabt habe. „Doch das ist jetzt Vergangenheit.“

Daher sei die Überführung des Kindergartens in die städtische Trägerschaft einfach die beste Entscheidung. „So haben wir ausreichend Zeit, eine Elterninitiative zu organisieren.“ Dies sei aber nur bei einem für den Ortsteil positiven Votum möglich: „Denn was erst einmal weg ist, das kommt nie wieder.“

Positive Signale

Legt man die Signale zugrunde, die Peter Blume und Willi Ricke aus ihren jeweiligen Fraktionen empfangen haben, dann zeichnet sich wohl eine Mehrheit für die von der Stadtverwaltung entwickelte Alternative 2 ab: Die Stadt übernimmt die Trägerschaft ohne Übernahme des bisherigen AWO-Personals mit einer verbindlichen Öffnungs-/Belegzeit von 35 Wochenstunden. Die Alternative 1 wäre die Schließung und der Wechsel der derzeit 14 Kinder ins Familienzentrum Twiete in Arnsberg.

Wie berichtet, hatte die AWO die langjährige Trägerschaft aufgrund rückläufiger Anmeldezahlen zum Ende des Kindergartenjahres am 31. Juli 2012 aufgekündigt.

Achim Gieseke

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