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Walking-Bus

Sicherer "Schulbus" der vielen kleinen Füße

01.12.2009 | 16:37 Uhr

Arnsberg. Auf dem Schreppenberg will die Polizei erneut einen Versuch starten, das in anderen Kommunen etablierte "Walking-Bus"-Modell auch in Arnsberg einzuführen.

Der Schreppenberg leidet unter einer angespannten Verkehrssituation. Zu Bring- und Abholzeiten herrscht rund um die Schulen oft das reinste Chaos. Mit einem „Walking-Bus”-Modell will die Polizei die Lage dort entzerren.

Eltern der Bodelschwingh-Grundschüler und der Franz-Josef-Koch-Schule waren zu einem Informationsabend eingeladen worden. Denn eines ist klar: „Ohne Eltern geht es nicht!”, sagt Verkehrssicherheitsberater Markus Jürgens von der Polizei in Arnsberg.

„Walking Bus” ist kein Transportdienst für Nordic Walker, sondern ein Instrument der Schulwegsicherung. Das Prinzip: Auf einer festen Route geht eine große Gruppe Schüler — meist der 1. und 2. Klassen — unter Begleitung sich abwechselnder Eltern zur Schule. Dieser „gehende Bus” hat einen Start-„Bahnhof” und die Schule als „Endstation” — dazwischen sind auf der „Linie” mehrere „Haltestellen”, an denen die Schüler in den „Bus” einsteigen können. Die Haltestellen sind wie bei einer richtigen Buslinie auch beschildert und nennen die festen „Abfahrtszeiten”. Verlässlich und tagtäglich geht die begleitete Schülergruppe diese Strecke. Eltern und auch Schüler werden mit Warnwesten ausgerüstet.

Der „Walking Bus” am Schreppenberg soll ein erneut gestartetes Pilotprojekt für die Stadt Arnsberg sein. In anderen Kommunen — etwa im Kreis Soest oder ganz stark im Paderborner Raum — hat das System schon Schule gemacht. Vor einigen Jahren waren entsprechende Anläufe an der Michael-Schule und an der Grundschule Müggenberg-Rusch in Neheim aber gescheitert. „Es scheitert immer am fehlenden Engagement der Eltern”, sagt Markus Jürgens. Dabei wird die Hilfe des Einzelnen gar nicht so stark abgefragt, wenn viele Eltern bereit sind mitzumachen.

In Neheim war es zum Aufstellen der „Haltestellen” für den „Walking Bus” gar nicht erst gekommen. Dabei zeigen die Krankenkassen großes Interesse daran, den Schulweg auf Schusters Rappen — also Bewegung an der frischen Luft — zu unterstützen. Auch für das jetzt geplante Projekt am Schreppenberg hat eine Krankenkasse bereits signalisiert, sowohl die kindgerechte Beschilderung als auch die Warnwesten zu finanzieren. Aus verkehrspolizeilicher Sicht hat ein „Walking Bus” viele Vorteile. Die Sicherheit der Kinder wird erhöht und die praktische Verkehrserziehung wird gefördert. „Außerdem kann sich dadurch dort oben die Verkehrslage entspannen”, glaubt Markus Jürgens, „ich hoffe, dass wir den Walking-Bus hinkriegen”.

Martin Haselhorst

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